Im Rahmen der Veranstaltungsreihe Saale-Musicum war auch heuer wieder die Museumsinsel ein beliebter Ort, um den Gästen das heimische Handwerk näher zu bringen. Das Wetter passte, und das Inselambiente konnte genossen werden. So herrschte dort am Wochenende reges Treiben.
"Ich finde hier schöne und kreative Dinge, die mein Herz erfreuen", schwärmte Besucherin Karin Vorndran. Und Besucher Marcus Schmitt meinte: "Es ist hier wie ein Stück Urlaub." Ohne Stress lasse er zusammen mit seiner Familie den Alltag zurück. Auch die Aussteller schätzten das schöne Ambiente auf der Museumsinsel.


Monatelang vorbereitet

Blumen-Deko, Kränze und sommerliche Geschenke zierten den Tisch von Ausstellerin Natalie Kuhfeld, die schon im zweiten Jahr aus Großeibstadt anreiste: "Alles habe ich von Hand gefertigt. Ich war ein halbes Jahr mit den Vorbereitungen beschäftigt", verriet die Hobbykünstlerin. Aus Bad Kissingen kamen die kreativen Töpfer Karin und Manfred Reiß mit einer beträchtlichen Anzahl ihrer Keramikartikel. Originelle Vögel und Windräder für den Garten waren aus diesem Material und wurden von eigener Hand individuell gefertigt. "Normalerweise sind wir nur auf Keramikmärkten anzutreffen", sagte Manfred Reiß.
Verhungern und verdursten brauchten die Besucher nicht. Die Helfer vom Förderkreis Stadtmuseum und Denkmalpflege reichten die Wurst vom Grill und boten leckere Kuchen und selbstgebackene Torten an. Für eine musikalische Begleitung sorgten die Spessart-Spielleut´ Hans und Lissy Heilgenthal aus Hofstetten (bei Gemünden) abwechselnd mit der Diatonischen, dem Akkordeon, der Trompete, der Klarinette, dem fränkischen Dudelsack, der kleinen Flöte und Gesang. In der Klosterkirche Schönau geben sie am Donnerstag, 27. Juli, um 19 Uhr ein Saale-Musicum-Konzert.
Überrascht waren die Besucher, woraus sich alles schmackhaftes Öl herstellen lässt. So zum Beispiel aus Aprikosenkernen, Borretsch, Hagebutte, Jojoba, Kürbis- oder Mandelkern. "Wichtig ist mir, dass keine chemischen Zusätze oder thermische Prozesse die Qualität der hochwertigen Öle beeinflussen", betonte Monika Zeitz aus Obereschenbach. Präsent war die Hammelburger Gärtnerei Schlereth mit prächtigen Blumen und Pflanzen. Ebenfalls aus dieser Saalestadt kamen die blechernen Kunstwerke von der Werkstatt Josef Plihal.
Carmen Kanth zeigte ihren selbst gefertigten Modeschmuck sowie Marmelade und Likör aus eigener Herstellung. "Für mich ist es eine Premiere auf der Museumsinsel", sagte sie. Weiter waren zu bewundern: die Glasdreherei der Hammelburgerin Eva Sauer, die Keramikmalerei von Karin Kretzer aus Eußenheim, die Töpfereifiguren und Rost-Dekos von Karin Happ aus Reith, Korbwaren aus den Haßbergen, Häkelarbeiten von Christl Kleespies und Puppenkleidung von Ingrid Armstrong, beide aus Hammelburg. Aus Hilders kamen die Laubsägearbeiten von Heike Büttner und aus Zell (Oberpfalz) die Schmuckstücke von der Familie Adlhoch.