Nachdem das "offene Singen" immer mehr Publikum anzieht, aber ehemalige Tanzsäle in Gaststätten oft nicht mehr genutzt werden, sollen diese beim SaaleMmusicum 2019 mit einbezogen werden, so lautete eine Idee von Projektleiter Kuno Holzheimer (Künstlerischer Leiter der Musikakademie Hammelburg). Bei der Planungssitzung der Vereine und Gemeindevertreter des SaaleMusicums in der Musikakademie Hammelburg verwies er auf das Jubiläum "15 Jahre SaaleMusicum" im kommenden Jahr. Das wird mit drei Zentralveranstaltungen gefeiert. Diese finden in der Stadthalle Bad Neustadt (7. Juli 2019), am Viehmarkt in Hammelburg (21. Juli 2019) und bei der Abschlussveranstaltung am Huttenschloss in Gemünden statt. In einem rund zweieinhalbstündigem Programm sollen Musikkapellen, Gesangvereine, aber auch Tanzgruppen auftreten und die Mundart nicht zu kurz kommen. Ebenso wird klassische Musik geboten. "Ein Querschnitt unserer Aktivitäten in den Ortschaften entlang der Fränkischen Saale."

Nur fünf Wochen

Im Gegensatz zu diesem Jahr wird das SaaleMusicum im kommenden Jahr um zwei Wochen kürzer sein und nur fünf Wochen dauern. Gerade deshalb erhofft sich der Projektleiter viele Vereine und Verbände, die sich melden und Veranstaltungen anbieten. Immerhin haben in diesem Jahr mehr als 30 000 Besucher die verschiedensten Angebote besucht und diese immer wieder gelobt. 55 Veranstaltungen wurden durchgeführt, dafür 125 000 Flyer verteilt und an die 400 Fotos in Facebook hochgeladen. Hinzu kamen mehr als 40 Videos.

Mittlerweile hat der bekannte Sänger Rolf Zuckowski das Festival SaaleMusicum kopiert und es entlang der Elbe eingeführt. Etwas, das die Initiatoren natürlich besonders freut, denn dies zeigt, dass die Idee, Kultur, Tradition und Brauchtum entlang der Fränkischen Saale auf diese Art zu präsentieren, hervorragend ist. "Mittlerweile gibt es auch schon Anfragen aus anderen Landkreisen"; wusste Kuno Holzheimer bei der Planungssitzung zu berichten.

Sein besonderer Dank galt aber vor allem den vielen Ehrenamtlichen in den Musik- und Gesangvereinen, der Tanzgruppe und Essensständen. Ohne diese ehrenamtliche Arbeit sei das Musikfestival nicht zu stemmen.

Rundfunk begleitet Reihe

Im kommenden Jahr hat sich auch bereits der Bayerische Rundfunk "BR-Heimat" gemeldet. Werner Aumüller wird das SaaleMusicum 2019 begleiten und in seiner Stundensendung bei Livegesprächen mit den Initiatoren und Veranstaltern im Studio sprechen. "Wir wollen deshalb bei der 15-JahrFeier geballte Power zeigen," sagte Kuno Holzheimer. Immer unter dem Thema "Elemente der Heimat". Deshalb sind drei Zentralveranstaltungen vorgesehen, mit den verschiedensten Gruppen. Höhepunkt wird das GeMÜNDUNGsfest am Huttenschloss in Gemünden sein, wenn dort unter anderem die Wasser- und Feuerwerksmusik von Georg Friedrich Händel aufgeführt wird.

An Tagen, in denen es keine Veranstaltungen durch Vereine und Verbände gibt, möchte Kuno Holzheimer in ehemaligen Tanzsälen von Wirtshäusern entlang der Fränkischen Saale ein "Wirtshaussingen" anbieten. Ihm geht es dabei auch darum, solche Säle wieder "zum Leben zu erwecken". Dabei kann und sollte sogar der Trachtentanz und die Mundart nicht zu kurz kommen. "Wir wollen damit zeigen, dass nicht nur Bratwurst, Bier und Blasmusik bei uns geboten werden, sondern die Palette viel reichhaltiger ist."

Mit eingebunden ist beim SaaleMusicum auch Kilian Moritz und sein neues Frankenlied "Die Schöppli hier in Franken..." Er wird als erstes beim SaaleMusicum-Lampionfest im Kurgarten an der Trink- und Wandelhalle von Bad Königshofen am 24. Juni 2019 zu Gast sein.

Die Eröffnung des SaaleMusicums 2019 ist am 22. Juni in Oberessfeld, am Tag danach in Alsleben und am 24. Juni in Bad Königshofen. Mit im Boot ist Wülfershausen am 2. Juli, ebenso Hollstadt (26. Juni), und Bad Neustadt (7.Juli) und unter anderem Niederlauer sowie andere Gemeinden an der Fränkischen Saale und entlang der Zuflüsse, sagte Projektkoordinator Erdinc Yurdakul. Kuno Holzheimer verwies bei der Zusammenkunft in Hammelburg auf die Bewirtung vor Ort. Nach wie vor sollen dabei regionale Produkte verkauft werden. Die Vereine werden mit ihrem Angebot im Flyer aufgenommen. Außerdem haben sie die Möglichkeit Getränke zu gewinnen. Diesmal kamen die Gewinner aus Aschach, Schönau an der Brend und Hollstadt. Bernhard Roth von der Keiler Bräu überreichte die Getränkekisten und gratulierte. Kuno Holzheimer dankte ihm für die Treue zum SaaleMusicum.

Der Projektleiter verwies in diesem Zusammenhang auch auf die Sponsoren, ohne die eine solche Großveranstaltung nicht durchführbar wäre.

Kurdirektor Werner Angermüller (Bad Königshofen) brachte bei der Planungssitzung die Idee ein, die Kontakte und das Know How der Fünf-Bäder-Landkreise und der Rhön GmbH "mit ins Boot zu holen." Sie könnten vor allem bei der Bewerbung sehr hilfreich sein. Außerdem sehe er als Kurdirektor das Musikfestival auch als "Zugpferd", das im Tourismus genutzt werden könne. Eine Idee, die Hannah Wilm von der Rhön GmbH voll unterstützte. Gespräche sollen deshalb mit Thorn Plöger, Geschäftsführer der Rhön GmbH geführt werden.