Das Werk ist vollendet: Mit einer Einweihungsfeier wurde die Komplettsanierung der Johannes-Petri-Schule beendet. Eine für zukünftige Anforderungen ausgestattete Grund- und Mittelschule, die für Bürgermeister Karlheinz Kickuth drei wichtige Aspekte beinhaltet: Integration, Inklusion und Ganztags-Betreuung.

Die Einbeziehung junger Zuwanderer aus verschiedenen Kulturen, von Menschen mit Behinderung und die Ganztagsbetreuung bringen neue Aufgaben mit sich - auch für die Schulleiter im Freistaat, die über Zeitmangel und zu wenig Unterstützung des Kultusministeriums klagen, sagte der Rathausobere. "Der Ärger ist groß, denn an weiterführenden Schulen läuft es weitaus besser, wie der Bayerische Schulleiterverband berichtet", fügte Kickuth an.

Die Kommunen - soweit Sachaufwandsträger - nehmen diese Aufgabe jedoch wichtig. "Wir wollen Schulgebäude, die pädagogischen Zielen entsprechen, die inspirieren, motivieren und in denen sich Schüler wohlfühlen. Dann kann auch Wissen vernünftig vermittelt werden", davon ist Kickuth überzeugt. Er besonders dem ehemaligen Schuleiter Hubert Voll, der amtierenden Leiterin Brigitte Dehe, dem Lehrerkollegium, dem Marktgemeinderat, der Verwaltung, dem Architektenbüro Haase & Bey sowie den ausführenden Firmen.

Im und am Langendorfer Schulgebäude - vor knapp 50 Jahren errichtet - gab es bisher nur kleinere, bauliche Tätigkeiten. Der Kubus wurde mit der umfassenden Erneuerung zwar nicht verändert, doch erhielt die Petri-Schule eine angenehme Außengestaltung, autarke Stromversorgung durch Photovoltaik, eine neue Heizung und eine Innensanierung nach aktuellen Standard. Kleinere Lernbereiche, EDV-Ausstattung, ausreichend Rettungswege und ein Lift gehören ebenso in die lange Liste der Optimierung.

"Wir haben fertig", sagte Moderatorin und Vize-Leiterin Tamara Müllere. Das bedeutete, Schüler und Kollegium haben die Herausforderung angenommen und bewältigt. Das von allen Klassen vorgetragene Schullied und das "Kastanienlied" der 1. und 2. Klasse sowie das Gedicht "Schuleinweihung" der 1. und 4. Klasse spiegelten die Freude und Erleichterung über die Fertigstellung wider.

Baubeginn war im Mai 2016 mit der Sanierung des Grundschulbereichs und der Sporthalle. Die Schüler rückten zusammen und wurden im Gebäudeteil der Mittelschule untergebracht. 2017 folgte der zweite Bauabschnitt, und im Juni diesen Jahres der Einzug der Schüler in die Klassenräume. Die Johannes-Petri-Schule erfüllt den Standard KFW 70, das heißt, sie ist 30 Prozent besser als ein vergleichbarer Neubau. Die angepeilten Gesamtkosten von knapp sechs Millionen Euro wurden eingehalten. Nach dem Zuschuss des Freistaats in Höhe von 3,16 Millionen Euro übernimmt der Markt den Rest der Summe.

Architekt Werner Haase und sein Mitarbeiter Robert Hensel bedankten sich beim Bürgermeister und bei der Schulleiterin mit einem Kuchenmodell der Schule.

Bei der symbolischen Schlüsselübergabe dankte auch Schulleiterin Dehe der Verwaltungsgemeinschaft, den Gemeinderäten und den Bürgermeistern für "eine attraktive Schule mit allem, was dazugehört". Ihr Lob galt den Firmen, der Lehrerschaft und dem Gemeindebauhof. "Hier haben viele Hände gut zusammen gearbeitet", bestätigte sie. Die Schüler "entschädigte" sie mit Eis-Gutscheinen.

Eingeleitet von einem Musikstück der Bläserklasse baten der evangelische Pfarrer, Robert Augustinj, und seine katholische Kollegin Monika Hufnagel um den Segen Gottes für das renovierte Schulgebäude und alle, die es nutzen.