"Das Tanzen hat am meisten Spaß gemacht", berichtet Schüler Maurice Fink (17) aus Machtilshausen. Am Freitag nach dem Unterricht starteten die Vorbereitungen, am Samstag um 8 Uhr trafen sich die Mitglieder des P-Seminars wieder, erzählt Thorsten Büttner (18) aus Elfershausen, und: "Das ist auf jeden Fall mal was anderes als der übliche Unterricht."
Beide Schüler lernen seit einigen Jahren Französisch, Maurice Fink hat sich zusätzlich noch Spanisch als späte Fremdsprache ausgewählt. Die Entscheidung für das Projakt-Seminar "Romanischer Tag" fiel bei beiden vor gut einem Jahr. "Das war oft auch ganz lustig, vor allem wenn Herr Maier selbst mitgetanzt hat", erinnern sie sich gerne an die Unterrichtsstunden zurück.


Projekt-Manager statt Lehrer

"Das war für mich auch das erste Mal, dass ich weniger der Lehrer, als viel mehr der Projekt-Manager war", fasst der Englisch-, Französisch- und Spanisch-Lehrer Marco Maier seine Eindrücke zusammen. Zu Beginn der 11. Klasse stehe immer ein Berufs- und Studienseminar an, ab dem Halbjahr wird dann in einem P-Seminar ein großes Projekt geplant.
"Wir haben Schritt für Schritt Teil-Projekte abgearbeitet", beschreibt Maier das Vorgehen: Die Einteilung der Regionen auf Klassenzimmer, die musikalische Untermalung, der Kochkurs, das Einstudieren der Tänze, die Eröffnungsrede oder die Einladungen seien solche Etappen. "Ich habe sie einfach machen lassen und dann haben wir geschaut, was funktioniert", zieht Maier Bilanz. Dabei sei auch die ein oder andere Idee verworfen worden, etwa das Projekt, Sand von den Kanarischen Inseln zu besorgen. Auch kleinere Pannen am Samstag sind aus Maiers Sicht kein Beinbruch: So standen die Teilnehmer des Kochkurses zeitweise ohne Strom da, weil zu viele Kochplatten gleichzeitig in Betrieb waren.
Trotzdem zieht Maier eine sehr positive Bilanz: "Das lief in den vergangenen Monaten von ganz alleine, ich musste eigentlich nur noch steuernd eingreifen." Kleinere Hindernisse, die Einnahmen und die gute Resonanz der Besucher werden die Schüler nun in den kommenden Wochen zum Abschluss des P-Seminars genauer analysieren. Aber: "Nach dem Aufräumen gibt es heute erst einmal eine gemeinsame Feier", sagt Marco Maier: Der kommende Unterricht sei nach dem erfolgreichen Romanischen Tag erst einmal ganz weit weg. Die Rückmeldung der Besucher war auf alle Fälle eindeutig: Den Mitschülern, Eltern und Lehrern hat der Tag viel Spaß gemacht.