Auf ein gutes Jahr - sowohl musikalisch wie finanziell - konnte der Musikverein in seiner Hauptversammlung zurückblicken. Doch es gibt einen Wermutstropfen für die beliebte Stimmungskapelle: sie muss sich einen neuen Dirigenten suchen. Zudem geht es mit der Sanierung des Dorfplatzes, den die Musiker für ihr bekanntes Straßenweinfest nutzen, nur schleppend voran.
Unterm Strich notierte Vorsitzender Hubert Schneider 29 Auftritte, 18 Proben und ein erfolgreiches Straßenweinfest in den verflossenen zwölf Monaten. Eine Fahrradtour zum "Forellenhof" und die Weihnachtsfeier mit dem FC Feuerthal und der Feuerwehr dienten der Kameradschaft.
Neue Trachtenjacken und eine moderne Lichtanlage - eine wesentliche Arbeitserleichterung - konnte sich der Verein leisten und obendrein noch eine 500-Euro-Spende für die Kirche erübrigen. Schneiders Dank galt den Helfern, Unterstützern sowie den Aktiven, die gemeinsam zu den Erfolgen beitrugen. Für das junge Jahr verbuchte der Vorsitzende allerdings erst vier Auftritte, zu denen sicher noch einige hinzukommen.


Auf dem richtigen Weg

In Abwesenheit des entschuldigten Dirigenten, Georg Schaller, verlas Schneider dessen Bericht. Auch der Bandleader beurteilt 2015 als positive Ära. "Die Feuerthaler sind auf dem richtigen Weg", schrieb Schaller. Was fehlt sind der Bassist und der Schlagzeuger. Beide sind beruflich in München gebunden.
Die schriftliche Bestätigung Schallers, dass er zum Ende der Saison sein Amt niederlege, trifft die Musikanten zwar hart doch sind die "Feuerthaler Musikanten" sicher in der Lage, eine Lösung zu finden. Schaller will mehr Zeit für sich und seine Hobbys. "Auch stehe ich nicht mehr zu 100 Prozent hinter dem Dirigentenamt. Meine Entscheidung steht fest, ich höre nach der Saison auf", ließ er in seinem Schreiben wissen.
Siegmar Schum wies in seinem Kassenbericht ein erfreuliches Plus aus. Die einwandfreie Kassenprüfung, die Carsten Schricker bestätigte, führte zur einstimmigen Entlastung des Vorstands.
Bei den anstehenden Neuwahlen wurde Vorsitzender Schneider einmütig wiedergewählt. Sein bisheriger Stellvertreter, Dietmar Schmidt, trat zurück. Für ihn wählten die Anwesenden Celia Reuter. Als Schriftführerin stellte sich erneut Heike Hergenröther zur Verfügung, Kassier bleibt Siegmar Schum. Auch die Beisitzer Werner Schmidt und Siegfried Schaub sowie die Kassenprüfer Carsten Schricker und Laura Schmidt passierten die Wahl einstimmig. Hinzu kommen vier Mitglieder im Festausschuss.


Neue Ehrenmitglieder

Der Feuerthaler Musikverein hat zwei neue Ehrenmitglieder. Dazu ernannte der Vorsitzende seinen langjährigen Stellvertreter Dietmar Schmidt, der 20 Jahre dieses Amt bekleitete und seit 30 Jahren Vorstandsmitglied ist. Schmidt war nach Worten Schneiders "Mitorganisator, praktischer Helfer und Notnagel in vielen Situationen".
Auch Alfred Thust wurde für seine Unterstützung und Leistungen für den Verein zum Ehrenmitglied ernannt. "Er erhält diesen Titel für seine herausragenden Verdienste", unterstrich Schneider. Sonja Thust, seine Gattin, die seit 15 Jahren im Festausschuss mitwirkt, dankte er mit einem Blumenbukett.


Wichtiger Partner

Ortssprecher und Kirchenpfleger Jürgen Armbruster nannte den Verein in seinem Grußwort "einen Grundpfeiler und wichtigen Partner im Stadtteil". Er bat "weiterhin an einem Strang zu ziehen", und blickte bereits auf das 50. Gründungsjubiläum, das der Musikverein im Jahr 2017 feiert. An die Solidarität im Dorf appellierend, hatte er keine neuen Nachrichten zur Sanierung des Dorfplatzes parat.
Die Neuigkeiten ergaben sich drei Tage später bei einer Besprechung mit dem Städtischen Bauamt, dem das Amt für ländliche Entwicklung (ALE) mitteilte, das die Maßnahme die Fördervoraussetzungen erfüllt. Doch kann aufgrund begrenzter Mittel derzeit keine Förder-Aussage getroffen werden. Es bedarf einer Wartezeit von etwa zwei Jahren.
Ein in Vorbereitung befindliches EU-Förderprogramm könnte eventuell diese Zeitspanne verkürzen. Dabei müssen sich Kommunen mit konkreten Bauentwürfen bewerben. Welche Kommune wann und in welcher Höhe Fördermittel erhält, entscheidet ein Auswahlverfahren.
Diese Möglichkeit der Realisierung sind jedoch Bürgermeister Armin Warmuth und Ortssprecher Armbruster zu vage. Deshalb ist angedacht, die Maßnahme durch den Städtischen Bauhof - ohne finanzielle Förderung - durchzuführen. Die Arbeiten sollen Ehrenamtliche aus dem Dorf unterstützen. Doch dafür ist eine neue Kostenberechnung auf der Grundlage der bisherigen Planung notwendig, die der Stadtrat genehmigen muss.