Die 29-Jährige startet einen Schnupperkurs Improvisationstheater und sucht dafür noch Teilnehmer. "Etwa acht bis zwölf Leute wären gut", erklärt Neder. Ungefähr die Hälfte hat sie schon zusammen.

"Improvisationstheater kann man nicht mit normalem Theater vergleichen", sagt Neder. Ziel sei nicht der Auftritt vor Publikum, sondern der Spaß und das Miteinander in der Gruppe. Es gibt kein Skript, die Geschichten entstehen aus dem Spiel heraus. Ein Stichwort, zum Beispiel eine Ortsangabe, oder eine spontane Körperbewegung reichen aus, um daran mit eigenen Ideen anzuknüpfen und sie weiter zu spinnen. Es werde meistens sehr lustig. Neder: "Wichtig ist eine positive, bejahende Einstellung."

In der Berufsoberschule ist Neder vor einigen Jahren zum ersten Mal mit Improvisationstheater in Berührung gekommen. Sie spielte damals in der schuleigenen Gruppe und ist seitdem von dieser Ausdrucksform begeistert. "Improvisationstheater kommt einem auch im Beruf zugute, wo spontanes und flexibles Handeln sowie Kreativität gefragt sind", sagt Neder.

Ende März hat sie zur Vorbereitung einen Kurs bei ihrem damaligen Lehrer absolviert. Denn es ist das erste Mal, dass Neder nun selbst eine Gruppe leitet. Also ist auch ihr Improvisationstalent gefragt.