Wie in mehreren Gemeinden des Altlandkreises, stehen in diesem Jahr auch in Fuchsstadt Wasserversorgungsmaßnahmen und eine Kanalsanierung in der Kissinger Straße an. Jan-Peter Solveen vom Ingenieurbüro Alka und Andreas Fischer vom Büro Hossfeld & Fischer erläuterten die Projekte.
Was die Wasserleitung angeht, so gibt es Eintrübungen, Ablösungen durch Inkrustierungen und auch Stagnationsbereiche, wie sich bei einer Untersuchung herausstellte. Doch sind die Rohre inwendig noch in relativ gutem Zustand. In diesem Fall genüge eine Innenbeschichtung. Unterschiedliche Rohrmaterialien, die nicht mehr auf dem Stand der Technik sind, beeinflussen den Wasserfluss und sollten nach Meinung Solveens ausgetauscht werden. Auch an veralteten Schiebern wäre eine Korrektur vorzunehmen. Zu seiner Analyse, seinen Planungen und den Verfahren wie zur groben Kostenschätzung soll der Ingenieur detaillierte Unterlagen vorlegen.


Projekt wird teurer

Einen Beschluss fällte der Gemeinderat hingegen bezüglich der Sanierung des Kanals, der im Zuge des Ausbaus der Kissinger Straße teil- oder in Abschnitten gänzlich erneuert werden muss. In einer hydraulischen Berechnung kristallisierte sich heraus, dass die Sanierung wesentlich umfangreicher durchzuführen ist als bisher angenommen - womit das Projekt entsprechend teurer wird und auf geschätzte 420 000 Euro anschwillt.
So sind beispielsweise im Abschnitt Rosenstraße/ Friedhofstraße zahlreiche Sanierungen fällig, und von der Einmündung der ehemaligen Krawattenfabrik bis zum Gewerbegebiet "Neumühle" sind die Kanalrohre total deformiert und müssen ersetzt werden. Nach einigen Debatten und Rückfragen folgte das Ratsgremium einstimmig dem Beschlussvorschlag und befürwortete Fischers Vorschlag.


Ohne Gegenstimme

Ebenfalls ohne Gegenstimme räumte sich die Gemeinde ein besonderes Verkaufsrecht ein. Das Vorkaufsrecht betrifft die unbebauten Bauplätze in den Baugebieten "Hinterm Turm" "Östlicher Ortsrand" und "Am Schafhof" sowie vier bebauten Grundstücke in der "Simonsgasse". "Wir wollen damit einen Fuß in der Tür haben", so Bürgermeister Peter Hart.
Absicht ist es, durch das Privileg Grundstücke für Maßnahmen einer geordneten städtebaulichen Entwicklung sicherzustellen. Deshalb sind die Eigentümer solcher Grundstücke verpflichtet, der Gemeinde den Inhalt eines eventuellen Kaufvertrags unverzüglich mitzuteilen. Die Satzung tritt am Tag ihrer Bekanntmachung in Kraft.
Keine Einwände gab es gegen die Neufestsetzung der Hebesätze, die für landwirtschaftlich und forstwirtschaftliche Betriebe (Grundsteuer A) und für Grundstücke der Kategorie B auf jeweils 340 von Hundert angehoben wurden. Die Gewerbesteuer beträgt künftig 350 v. H.
Auch die Umlagebescheide 2016 des Schulverbands Elfershausen-Langendorf und der Verwaltungsgemeinschaft (VG) passierten ohne Gegenstimmen. Der nicht gedeckte Finanzbedarf für das laufende Jahr des Schulverbands beträgt heuer 210 000 Euro und legt damit erheblich unter dem des Vorjahres (265 000 Euro). Auf Fuchsstadt entfallen bei 96 Schülern knapp 86 000 Euro.
Gestiegen ist dagegen die nach Einwohnerzahlen bemessene VG-Umlage, die für das Haushaltsjahr 2016 mit 580 000 Euro festgelegt ist. Für die Gemeinde ergibt sich bei 1860 Einwohnern ein Anteil von rund 230 000 Euro plus der Investitionskostenumlage von etwa 8000 Euro.
Die Vorschläge des Staatlichen Bauamts zur Änderung der Ortsdurchfahrts-Grenzen auf der Staatsstraße 2293, nahm das Gremium neben den bereits festgelegten Änderungen an.


Keine Teilnahme an Wettbewerb

Fuchsstadt wird im Zeichen umfangreicher Baumaßnahmen heuer nicht am Kreisentscheid "Unser Dorf hat Zukunft - unser Dorf soll schöner werden" teilnehmen, sondern sich erst in drei Jahren wieder bewerben.
Zustimmung erhielten die Bauvorhaben für einen Wohnhausneubau in der Kissinger Straße 28, wo ein Alt-Gebäude abgerissen wird. Auch der Bauantrag für eine landwirtschaftliche Gerätehalle "An der Trie" passierte einmütig.