In beiden Maßnahmen entschied sich der Rat für die Firma Herfurth aus der Nähe von Meißen, die das jeweils wirtschaftlichste Angebot abgab und nach Auskunft von Landschaftsarchitekt Valentin Dietz in solchen Projekten Erfahrung besitzt und anfallende Arbeiten komplett umsetzen kann.


Problemlose Renaturierung

Keine Probleme bereitete die vom Wasserwirtschaftsamt geförderte Renaturierung des Deisselbachs, die nach dem Herfurth-Angebot sogar rund 12 000 Euro unter der Kostenberechnung liegt und sich jetzt auf rund 52 000 Euro beläuft.

Eine lange Debatte entstand hingegen über die geplante Freizeitanlage, die zwar laut Angebot auch etwa 22 000 Euro unter der Kalkulation liegt, doch deren Ausstattung nicht nach den Vorstellungen aller Räte ist. Für den Mehrgenerationen-Platz im Kostenrahmen von 222 000 Euro gibt es zwar bis zu 60 Prozent Förderung, doch insbesondere der Schutz-Pavillon weckte Widersprüche, weil er nach Meinung von Sandra Deissenberger und anderen Gemeinderäten zu teuer ist.

Der Vorschlag, stattdessen ein zusätzliches Spielgerät, etwa eine Seilbahn aufzubauen, fand Freunde. Zwar sprechen Platzgründe gegen solch ein Großgerät, doch könne man nach Ansicht einiger Räte dieses Gerät auch später installieren, war Meinung von Bürgermeister Karlheinz Kickuth und Günter Zink.


Vermüllung befürchtet

Gegen den Pavillon sprach sich auch Alfons Hausmann aus, der "viel anfallenden Unrat an der Schutzhütte" prophezeite, "wie das jetzt schon an den Ruhebänken an der Saale zu beobachten ist". Eine ordentliche Beleuchtung, die schon eingeplant ist, und eine transparente Bauweise der Hütte könnte nach Meinung von Bernhard Büttner den Verunreinigungen vorbeugen.

Das Gros des Gemeinderats sprach sich indessen für die vorliegende Auftragsvergabe aus mit der Option, eine Seilbahn bei entsprechenden Voraussetzungen nachträglich einzubauen. Die Planung passierte gegen eine Stimme, da es dem Gremium wichtig war, die seit Jahren diskutierte Maßnahme endlich auf den Weg zu bringen. Planer Dietz will die Bach-Renaturierung noch vor der Fisch-Schonzeit angehen und erwartet die Einweihung des Gesamtprojekts zum Frühjahr 2017.

In arge Nöte gerät der Markt mit seinen Bauplätzen. In Elfershausen steht nur noch ein Bauplatz, in anderen Ortsteilen eine überschaubare Zahl für diesen Zweck zur Verfügung. Deshalb erwog der Rat die Überplanung des als Mischgebiet angedachten "Trimberger Wegs". Um Wohnbauflächen zu schaffen, war eine Änderung des Bebauungs- und des Flächennutzungsplans notwendig.

Die Verwaltung schlug für diese Arbeit das Planer-Büro Hahn aus Bad Kissingen vor, das bisher schon die Planungen erstellt hat. Nach einem Vorentwurf zur Planänderung wandte sich Gemeinderat Zink gegen die offenen Gräben, die der Entwurf enthält. Dem schloss sich 2. Bürgermeister Jürgen Englert an, der eine Ausschreibung bis zum Ende des Jahres forderte, "um eine Erschließung im nächsten Jahr auf den Weg zu bringen".


Platz lassen für die Feuerwehr

Hausmann erinnerte daran, eine Option für den unlängst geforderten Neubau eines Feuerwehrgerätehauses in diesem Gebiet offen zu halten. Diesbezüglich verwies der Bürgermeister auf die von der Kreisfeuerwehrführung vorgeschlagene Möglichkeit, dass der Gerätehausbau auch an anderer Stelle - zum Beispiel im Gewerbegebiet Westheim - erfolgen kann.

Ohne Einwände genehmigte das Ratsgremium den Bau-Vorbescheid zur Errichtung eines Wohnhauses mit Garage in der Elfershausener "Ziegeleistraße" und den Antrag auf isolierte Befreiung für den Bau eines Holz- und Geräteschuppens in der Fritz-Albrecht-Straße.