Die Chemie bei der Diebacher Feuerwehr scheint großartig zu stimmen. Bei der Wahl des stellvertretenden Kommandanten wurde Tobias Fischer in seinem Amt bestätigt. Ebenso wurde der Vorstand des Feuerwehrvereins mit dem Vorsitzenden Steffen Schärpf, dem zweiten Vorsitzenden Riccardo Loke und Kassier Marco Gensler wiedergewählt. Einen Wechsel gab es mit Martin Hauk beim Amt des Schriftführers, denn Jörn Gensler-Schöppner wollte nicht mehr kandidieren. Im Beisitz sind Dominik Schneider, Jochen Falkenberg und Peter Brell. Michael Kohlhepp ist Kassenprüfer.

"Heute Abend bin ich sowohl Servierer als auch Moderierer", sagte Vorsitzender Schärpf, der zugleich Wirt des Gasthauses "Goldenes Ross" ist. Der große Saal im Obergeschoss des historischen Gebäudes war bis auf den letzten Platz mit den Floriansjüngern besetzt. Die Regie über die Generalversammlung teilte sich Schärpf mit Kommandant Florian Ziegler. Zurzeit zählt die Diebacher Wehr 73 aktive und 152 passive Mitglieder. Per Handschlag konnten jetzt drei neue Aktive begrüßt werden: Mario Messner, Alisa Knüttel und Michael Hoffmann.

Geehrt wurden Helmut Schellenberger für 50-jährige Mitgliedschaft, Martin Prinz für 40-jährige Treue sowie Jürgen Matthes, Günter Schneider und Jürgen Vieres für 40-jährige aktive Dienstzeit.

320 Stunden im Einsatz

Insgesamt 27 Mal sei die Wehr zu ernsthaften Einsätzen ausgerückt, berichtete Kommandant Ziegler. Allen voran dominierten die 13 technischen Hilfeleistungen, gefolgt von sieben Verkehrsregelungen, fünf Sicherheitswachen und zwei Brandeinsätzen. Dabei kam Ziegler auf knapp 320 Einsatzstunden. Für die zahlreichen Übungen, Lehrgänge und Kurse seien knapp 1700 Stunden geleistet worden.Weitere rund 500 Stunden waren im vergangenen Jahr für Arbeiten am Feuerwehrhaus, für die aktive Wehr und für den Verein - inklusive Frühjahrs- und Sommerputz - fällig.

Gelernt habe man aus der Hochwassersituation, berichtete Tobias Fischer von einer Menge bereit liegender, gefüllter Sandsäcke. Froh war er in seiner Sicht als Gerätewart über die Neuanschaffungen von einem Überdrucklüfter, von Helmen, von einem Beleuchtungssatz und von Zubehör für die Steckleiter. Rückblicke gab es auch von Atemschutzwart Martin Hauk, Jugendwart Dominik Ebert sowie von Philomenia und Domenika Mihm, die vor einem Jahr erfolgreich eine 28-köpfige Jungfeuerwehr (Alter acht bis zwölf Jahre) aus der Taufe hoben. Am anderen Ende der Altersleiter gibt es eine Reservistengruppe, von der Steffen Müller berichtete.

Wer arbeitet, der darf auch seine Freizeittermine genießen. In seinem Rückblick erwähnte Schärpf zum Beispiel Weißwurstfrühstück, Wanderung, das sommerliche Johannisfeuer, Kameradschaftsabend, Halloween-Party, St.-Florians-Kaffee, einen Oldtimer-Treff und den Jahresabschluss. Außerdem habe es einige Festbesuche auf verschiedenen Feuerwehrfesten und die Teilnahme an Prozessionen gegeben.

Bedarfsplan soll Überblick geben

"Diese Feuerwehr hat viel geleistet", lobte Bürgermeister Armin Warmuth (CSU) auch die Nachwuchsarbeit. Er sprach seine Anerkennung für die hohen Anforderungen an die Aktiven aus und ging auf den Feuerwehr-Bedarfsplan ein, den die Stadt Hammelburg in Auftrag gegeben habe. "Es ist ein Leitfaden für elf Hammelburger Wehren, der Wünsche und Finanzierbarkeit unter einen Hut bringen soll", so Warmuth. Der Bedarfsplan sei sinnvoll, weil er aus neutraler Sicht erstellt worden sei, sagte Kreisinspektor Thomas Eyrich. Ortsbeauftragte Elisabeth Assmann (Grüne) erkannte: "In der Diebacher Wehr fließt reichlich Herzblut".