Mit der Erweiterung des Biosphärenreservats gehören auch Teile des Waldes um Heckmühle zum Kernzonenbereich. Bis Ende 2023 wird dort einiges passieren. Ein größerer Einschlag findet noch in diesem Herbst statt.

"Das Waldbild wird sich drastisch ändern", sagte Daniel Zippert, Leiter des Forstbetriebs Hammelburg der Bayerischen Staatsforsten. Der Forstbetrieb plant einen größeren Holzeinschlag in seinem Wald bei Heckmühle. Um die Einwohner darauf vorzubereiten, nahm Zippert sie mit zu den Standorten.

Zippert, Thomas Fikar, Leiter des Reviers Schwärzelbach, Michael Geier, Leiter der Bayerischen Verwaltungsstelle des Biosphärenreservats Rhön, und Bernhard Zürner, Abteilungsleiter vom Amt für Landwirtschaft, Ernährung und Forsten Bad Neustadt, erklärten rund 20 Einheimischen die Hintergründe. "Die Holzbestockung, die vom Menschen eingetragen wurde, soll entfernt werden", sagte Geier. Das bedeutet, dass Nadelbäume - insbesondere die Fichte - in den Kernzonen gefällt werden, bevor die Flächen endgültig aus der Nutzung herausgenommen werden.

Der Wald soll sich nach dem Einschlag von sich aus umgestalten. Die Buche zum Beispiel soll mehr Chancen bekommen. Die Veränderung der Natur auf solchen Kernzonenflächen wird wissenschaftlich beobachtet. Die Fachleute versprechen sich ein vielfältigeres Bild mit neuen Arten.

In Heckmühle steht bis Ende des Jahres eine Hangfläche am Feuerberg an. Auf rund vier Hektar werden geschätzt 1000 Festmeter geschlagen. Im November soll es losgehen. Der Holzeinschlag selbst soll etwa zwei Wochen dauern. Er kommt laut Fikar ohne Harvester-Einsatz aus, sondern wird manuell ausgeführt. Dann folgen Rückearbeiten und das Hacken des Kronenholzes.

Der Holzeinschlag wird so organisiert, dass laut den Fachleuten vom Hammelburger Forstbetrieb so gut wie keine Transporte durch den Ort fahren müssen. "Wir wollen die Bevölkerung nicht mit Holztransporten terrorisieren", sagte Fikar. Bis Weihnachten sollen, wenn nötig und nach Wetterlage möglich, auch die Forstwege wieder hergerichtet sein.

Bis 2023 werden noch auf weiteren Kernzonenflächen im Wald bei Heckmühle die Fichten geschlagen. Aber nicht immer so stark. Im Bereich weiter unten am Hang gilt der Wald als Schutzwald. Dort wird die Fichte langsamer und nicht so drastisch entnommen.