Der sehnliche Wunsch des Musikvereins auf die - lange geplante - Herstellung des Dorfplatzes ging im vorigen Jahr nicht auf. Die Hoffnung von Vereinsvorsitzendem Hubert Schneider liegt nun auf dem neuen Jahr, denn er verspricht sich von der Ortsverschönerung auch für das traditionelle Straßenweinfest "einen Schub nach vorn".

Fertigstellung dauert noch

Die Fertigstellung für 2015 kann Ortssprecher Jürgen Armbruster allerdings nicht garantieren. In seinem Grußwort ließ er wissen, dass das Geld für dieses Projekt zwar in den Haushalt der Stadt Hammelburg eingestellt sei, aber die Planung geändert werden müsse. Denn will die Stadt für die Maßnahme eine 50-prozentige Förderung durch das Amt für ländliche Entwicklung (ALE) erreichen, muss sie der Behörde entgegenkommen.
Nach der Planung sollte der Platz eine Pflasterung erhalten. Dies ist jedoch nicht im Sinne des ALE, das mehr Grün auf dem Kirchenvorplatz sehen möchte. Somit muss das Stadtbauamt den Plan überarbeiten, denn auf die Hälfte der Kosten für das Projekt, das mit 90 000 Euro veranschlagt ist, möchte die Stadt nicht verzichten. "Ich versuche außerdem, den Plan über die Diözese einzureichen", ließ Armbruster wissen, der auf Unterstützung von dieser Seite hofft. Doch vermutete er auch: "Wir brauchen in dieser Sache einen langen Atem."
Mit seinem Dank an den Musikverein, dem eine "zentrale Funktion im Ort zukommt", verband der Ortssprecher auch die Bedeutung der Feuerthaler Musikanten für den kleinen Stadtteil. "Wir sollten sich ergebende Synergien zum Vorteil aller Vereine im Ort nutzen", riet er. "2014 war musikalisch wie finanziell eines der besseren Jahre", ließ Vorsitzender Schneider in seinem Rückblick wissen, in dem er die Veranstaltungen im und außerhalb des Stadtteils auflistete. Besonders das Straßenweinfest bezeichnete er als gelungen. "Wir waren auch musikalisch überzeugend, sollten aber mehr Stimmungsmusik in unser Programm aufnehmen", betonte er.
Der Personalstand im Verein liegt auf dem Level des Vorjahres. Mit 21 Aktiven, 80 passiven Mitgliedern und zwei Ehrenmitgliedern sind die Musiker ein "großer" Verein im Stadtteil. Heuer sind zwölf Auftritte bei den Feuerthaler Musikanten vorgesehen. Dirigent Georg Schaller will nicht nur für die öffentlichen Auftritte, sondern auch einen Probenplan erstellen. "Die Situation wird schwieriger", befand er mit seiner Bitte um Vorschläge und neue Ideen. Der Kassenbericht von Siegmar Schum, geprüft von Carsten Schricker und Christian Karges, erhielt einmütige Entlastung. Auf die Stimmungsmusik ging auch der Stellvertretende Kreisvorsitzende des Nordbayerischen Musikbunds (NBMB), Mario Hugo, ein. "Es gibt nur noch ganz wenige Kapellen im Kreis, die Stimmungsmusik machen. Feuerthal ist eine davon", stellte er fest.

40 Jahre aktive Musiker

Im Anschluss zeichnete er zwei Mitglieder - Rainer Benkert und Dietmar Wehner - aus, die seit 40 Jahren aktiv Musik spielen. Beide erhielten die Goldene Ehrennadel und die Urkunde des NBMB. Benkert darf sich zudem mit der Vereinsehrennadel in Silber für 20 Jahre aktives Musizieren in den Reihen der heimischen Kapelle schmücken. Manuel Hergenröther absolvierte mit Erfolg die D1-Prüfung.
Für die harmonische Zusammenarbeit mit den Musikern bedankten sich abschließend Elvira Kuchenbrod für die Feuerwehr und Andrea Beck-Gradert namens des Sportvereins.