Von den ursprünglich 589 Lehrgangsteilnehmerinnen und -teilnehmern, die am dritten Juli den Offizieranwärterlehrgang antraten, sind bis jetzt 448 geblieben. Die meisten haben den Lehrgang erfolgreich bestanden, einige müssen in eine vierwöchige Nachschulung. "Damit ist der erste Schritt Ihrer Offizierausbildung getan und das Fundament für die weitere Ausbildung und Prägung zum Offizier gelegt", resümierte der Bataillonskommandeur, Oberstleutnant Simon Leidner.


Marsch der Verbundenheit

Oberstleutnant Leidner erinnerte an die im Einsatz befindlichen Kameraden, die Weihnachten nicht bei ihren Familien verbringen können. Um die angehenden Offiziere an die besonderen Herausforderungen des Soldatenberufs zu erinnern, nahmen diese am 11. September mit einer freiwilligen 63-köpfigen Delegation an der dritten Etappe des "Marsches der Verbundenheit" von Bürgstadt nach Kleinheubach teil. Der Marsch der Verbundenheit, den der bayrische Reservistenverband organisiert, setzt in der Heimat ein Zeichen der Solidarität für die Soldaten im Auslandseinsatz. Dieses Jahr endete die Schlussetappe am 16. September in Hammelburg.
Als Anerkennung und Erinnerung an die Teilnahme verlieh der Reservistenverband dem Offizieranwärter-Bataillon 2 die "Gelbe Schleife". Im Grußwort des Vorsitzenden der Landesgruppe Bayern, Prof. Dr. Friedwart Lender, erläuterte dieser die Bedeutung des Marsches der Verbundenheit. Mit Blick auf die Offizieranwärter betonte er, dass sie die kommende Generation seien, welche die Bundesrepublik Deutschland im Auslandseinsatz vertreten werden. "Es zeichnet Sie aus, dass Sie sich bereits jetzt und freiwillig mit dieser großen Verantwortung beschäftigen", schloss Lender seine Ansprache.
Vor den angetretenen Soldaten blickte Oberstleutnant Leidner auf die weiteren Höhepunkte des vergangenen Halbjahres zurück. Die Vereidigung in Bad Bocklet fand vor über 2500 Zuschauern statt. Im Rahmen der Ausbildung besuchten die Offizieranwärter die "Informationslehrübung Land" in Munster in der Lüneburger Heide.


Spenden gesammelt

Dort sahen die jungen Soldaten typische Gefechtssituationen, die erste Eindrücke vom Ablauf einer militärischen Operation vermittelten. Bei der Spendensammlung für den "Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge" erreichte das Bataillon ein Spendenergebnis von rund 29 000 Euro. Diese dienen dem Erhalt und der Bewirtschaftung von Soldatenfriedhöfen. Besondere Höhepunkte für die Soldaten waren die Abschlussübung sowie vorhergehende mehrtägige Übungslager.
Zum Abschluss ehrte Kommandeur Leidner die Lehrgangsbesten des Offizieranwärterlehrgangs, beförderte eine Soldatin zum Oberleutnant und ernannte einen Zeitsoldaten zum Berufssoldaten.
Darüberhinaus sprach er eine förmliche Anerkennung aus und verlieh einem Offizieranwärter für die Beteiligung an der Bundeswehr-Mission im Baltikum eine Ehrung des litauischen Verteidigungsministeriums. Ebenso verabschiedete er verdiente Ausbilder, welche demnächst das Offizieranwärter-Bataillon verlassen. Jan Volkmann