Das nächste, millionenschwere Vorhaben der Stadt kündigt sich an. Schon länger ist ein Neubau für den Bauhof im Gespräch. Nun werden die Überlegungen langsam konkret: Es gibt die ersten Pläne, wie ein neuer Bauhof aussehenen könnte.

Klar ist, dass der Bauhof ins Gewerbegebiet Thulbafeld umziehen wird. Hier, an der Dr.-Georg-Schäfer-Straße, befindet sich bereits das Außenlager des Bauhofs. Die Entscheidung für den Standort ist bereits vor einiger Zeit gefallen, indem die Stadt einen Teil des benachbarten, unterhalb liegenden Feldes kaufte. Ein nochmaliger Flächenerwerb ist in Überlegung.

Das Gesamtareal soll dann zu einem neuen, vollständigen Bauhof-Standort ausgebaut werden. Nach Gesprächen mit den Bauhofmitarbeitern gibt es nun einen ersten Entwurf, wie die Gebäude und ihre Anordnung aussehen könnten. André Danz, in der Stadtverwaltung für den Hochbau zuständig, präsentierte ihn im Stadtrat.

Geplant ist ein einstöckiges Verwaltungsgebäude mit Umkleide- und Sanitärräumen, einem Besprechungs- und Aufenthaltsraum sowie Büroräumen, an das sich ein Hallenkomplex anschließt. Darin kommen die Fahrzeugwerkstatt und eine Garage für die Großfahrzeuge, insbesondere für die Winterdienst-Laster, unter. Die Werkstätten für die einzelnen Fachbereiche wie Schreinerei oder Spenglerei finden sich ebenfalls in dem Gebäudezug.

Im rechten Winkel knickt davon eine weitere, offene Halle ab. Sie bietet eine überdachte Stellfläche für die weiteren Fahrzeuge. In der Mitte des Geländes ist eine weitere offene Halle vorgesehen - als Fahrzeugstellplatz oder Lager. Neben ihr stehen zwei Silos für das Streusalz. Dazu kommen weitere Lagerflächen und ein Parkplatz.

"Eine Herausforderung war es, das Gelände so zu planen, dass Fahrzeuge hinein- und ohne Rangieren wieder herausfahren können", sagte Danz. Das funktioniert, wie er an den Darstellungen erläuterte: Die Fahrzeuge können ohne komplizierte Manöver einfach um die Halle in der Mitte fahren.

"Wir haben uns eine ganze Weile Gedanken gemacht", erklärte Bauhofleiter Arnold Zier. Er hielt Erweiterungsmöglichkeiten beim Lager für sinnvoll, und ebenso, dass für die Zukunft eine Aufstockung des Verwaltungsgebäudes möglich ist.

Im jetzigen Bauhofkomplex geht es sehr beengt zu. Außerdem ist der Standort durch eine Umwelt-Altlast betroffen. Die Notwendigkeit eines Umzugs sei unstrittig, sagte Bürgermeister Armin Warmuth (CSU). Der wird aber nicht billig: Die erste, grobe Schätzung geht von fünf Millionen Euro für den Neubau aus. Mit ihm ist frühestens ab 2022 oder 2023 zu rechnen.