Die Umgestaltung des Marktplatzbereichs stoppt erst einmal für eine kurze Sommerpause. Die Arbeiten sind mittlerweile aber ein gutes Stück vorangekommen.

So ist die Erneuerung der Versorgungsleitungen in der Straße abgeschlossen. In der vergangenen Woche bekam die Durchfahrt ihre Tragschicht. Laut Bürgermeister Gotthard Schlereth (CSU/Freie Wähler) liegen die Arbeiten im Zeitplan. Bis Ende des Jahres soll die Neugestaltung des Marktplatzes abgeschlossen sein.

Die Umgestaltung soll den Platzcharakter unterstreichen. Daher wird die Fläche zwischen den Straßen gepflastert. Als neues Element wird ein Brunnen aufgestellt. Auf dem Marktplatz steht ein Denkmal: ein Prozessionsaltar aus Sandstein, der laut Beschriftung aus dem Jahr 1734 stammt. Er wird in die Neukonzeption der Fläche einbezogen. Der Altar zeigt den Evangelisten Matthäus und an der Rückseite ein Relief mit der Anbetung der Heiligen Drei Könige.

Der Treppenaufgang am Gasthausgebäude wird historisch errichtet. In dem Haus aus dem Jahr 1652 befand sich einst die Gerichtsstube. Das Gebäude ist ebenfalls als Denkmal eingetragen. Auf dem Marktplatz wird es nach wie vor Parkplätze geben. Die Pläne sehen sieben Stück vor. Davon ist eine Parkfläche für Behinderte reserviert und eine für Elektrofahrzeuge. Begrünung ergänzt die Gestaltung.

Nach Angaben von Schlereth kosten die Umgestaltung des Marktplatzes und die Erneuerung der Infrastruktur rund 900 000 Euro. Die Kommune bekommt für das Bauvorhaben Fördergeld. Für die Anwohner, insbesondere an der Unteren Ecke, fallen keine Straßenausbaubeiträge an. Sie profitieren von der Abschaffung. Die Marktgemeinde setzt auf einen finanziellen Ausgleich durch den Freistaat.

Die Umgestaltung des Marktplatzes ist neben dem Neubau des Kindergartens in Thulba aktuell eines der wichtigsten Projekte in der Gemeinde. Es wird das Ortsbild in den kommenden Jahren prägen.

Bis Ende der kommenden Woche ruhen allerdings erst einmal die Arbeiten am Marktplatz. Das Bauunternehmen macht bis 17. August Betriebsurlaub. Die Sperrung der Durchfahrt für den Verkehr bleibt in der Zeit weiter erhalten.