"Die Lebenshilfe ist wichtig, auch in unserer Gemeinde. Wir sind froh, dass wir Menschen mit Behinderung in unsere Gemeinschaft einbinden können", sagte Bürgermeister Gotthard Schlereth als Schirmherr des Benefizkonzert zugunsten der Lebenshilfe Bad Kissingen und der Werkstatt der Lebenshilfe Schweinfurt in Nüdlingen. Organisatorin Rosemarie Schmitt hatte für die Veranstaltung in der Mehrzweckhalle Oberthulba, die Postkapelle Bad Kissingen - unter der Stabführung von Stefan Matthes - und die Rhöner Rucksackmusikanten unter der Leitung von Peter Kleinhenz - gewinnen können. Während bei den 21 Musikern der Postkapelle der Schwerpunkt auf Egerländer Musik lag, setzten die Rucksackmusikanten voll auf Stimmungslieder. Jeder der Akteure interpretierte nacheinander vier Musikstücke, dann wechselten sie. Vier Stunden heizten die Musikanten dem Publikum in der bis auf den letzten Platz besetzen Halle ein. Mit stehenden Ovationen und langanhaltendem Applaus dankte das Publikum den überaus engagierten Musikanten für einen spannenden und unterhaltsamen Abend.

Vom "Deutschmeister-Regimentsmarsch", über die bekannte Polka "Slavonika" bis hin zu Ernst Moschs bekannten Hit "Egerland Heimatland" reichte das Repertoire der Postkapelle. Besonderen Beifall fanden Tanja Mauder (Flügelhorn) und Peter Kleinhenz (Tenorhorn) als Solisten mit dem romantischen Stück "Erinnerungen" von Michael Geisler. Erstmalig waren einige Egerländer Weisen mit Gesang unterlegt. Die Gesangssolisten waren: Nicole Wegener, Tanja Mauder, Peter Kleinhenz und Klaus Reichert. Christine Metz und Ludwig Kleinhenz als Duo bezauberten mit dem verträumten Lied "Das Geheimnis der Rhön."

Stefan Matthes, als rastloser Kapellmeister, dirigierte seine Musiker mit viel Herz und Gespür, so wie man es früher von Ernst Mosch kannte. Gleichzeitig war er auch Moderator, der mit witzigen Geschichten durchs Programm führte.

Acht ebenfalls engagierte Musiker bilden die Rhöner Rucksackmusikanten, die mit viel Gefühl für das, was die Zuhörer hören wollen, auftraten. Mit den zünftigen Liedern "Hinter der Garage", "Glaube nicht an das Rehbocksnest", oder "Eine Herde weißer Schafe" sangen sie sich in die Herzen des Publikums. Ein besonderer Höhepunkt war der Auftritt von Florian Schmitt. Der junge Mann mit Down-Syndrom, intonierte auf seinem Akkordeon das Lied "Über uns der blaue Himmel" völlig auswendig, mit einer Virtuosität, die beeindruckte. Ihm wurde dafür grandioser Applaus zuteil.

Ein weiterer Programmpunkt waren Grußworte, bei denen den Musikern für ihren ehrenamtlichen großzügigen Einsatz gedankt wurde, aber auch betonten, dass die Hilfe und Unterstützung von Menschen mit Handicap und deren Einbindung in die Gesellschaft sehr wichtig sei. Grußworte überbrachten: Rosemarie Schmitt (Organisatorin der Veranstaltung), Martin Denninger (Leiter Nüdlinger Werkstatt der Lebenshilfe Schweinfurt), Emil Müller (stellvertretender Landrat) und Karin Renner (Bezirksrätin und Behindertenbeauftragte für den Bezirk Unterfranken). Von Seiten Monika Fella (Aufsichtsratsvorsitzende der Lebenshilfe Bad Kissingen) wurde zusammen mit einer Bewohnerin des neugestalteten ehemaligen Katharinenstift's, jetzt Haus Au-Blick, ein kurzer Abriss über die Verwendung des anstatt Eintrittsgeldern gesammelten "Scheinwerfer-Schärfleins" gegeben.