Wegen eines geplanten Regenüberlaufbeckens begab sich der Gemeinderat am Montag zum vorgesehenen Standort. Genauer gesagt an den Ortsausgang von Ramsthal nahe dem Stellplatz für Wohnmobile. Planer Matthias Kirchner aus Oerlenbach stellte Bürgermeister Alfred Gündling und den Räten drei Varianten des Projektes vor.

Die Lösungsansätze unterschieden sich im Wesentlichen durch die Lage des Beckens und der Zuleitung des Schmutzwassers. Soll das Becken direkt am Ortsrand errichtet werden oder weiter bergab, also in Richtung der Sulzthaler Kläranlage?

Planungen noch am Anfang

In einer anschließenden Sitzung im Versammlungsraum des Feuerwehrhauses beschlossen die Räte, dass das Regenüberlaufbecken an der Alten Ramsthaler Straße erbaut werden soll. Die genügend große Zuleitung soll parallel zur Kreisstraße KG 4 verlegt werden, waren sich die Räte ebenfalls einig. Das Projekt RÜB steht seit rund 20 Jahren an, und es soll jetzt endlich verwirklicht werden.

Da sich die Planungsphase noch ganz am Anfang befindet, können Kostenzahlen und bauliche Maße noch nicht genannt werden. Kirchner will die Vorplanung erstellen. "Wenn mein Entwurf steht, dann bekommen Sie ihn zur Entscheidung angereicht", sagte Kirchner. Nach der Planungszeit müsse dann der Behördenweg für die Genehmigung der Anlage beschritten werden. Bis der Bagger zum Einsatz kommt, dauere es womöglich zwei Jahre. Gündling hoffte, dass das Projekt im Jahr 2022 beendet sein wird, denn dann feiert Ramsthal sein 900-jähriges Jubiläum.

"Ab dem kommenden Jahr werden die Kosten im Gemeindehaushalt auftauchen", sagte Gündling der Zeitung auf Nachfrage. Mit 9:1 Stimmen befürworteten die Räte die Zweckvereinbarung mit dem Landratsamt für die Nutzung der Dienste eines Datenschutzbeauftragten. Es gehe nicht nur um den Datenschutz, sondern auch um die Datensicherheit, erläuterte ein Vertreter aus dem Landratsamt. In Zeiten der Digitalisierung sei die interkommunale Zusammenarbeit stärker denn je gefragt.