Seit 70 Jahren erinnert im Neuwirtshauser Forst ein Gedenkstein an Oberforstwart Hans Suter. Dem Erhalt der kleinen Gedenkstätte hat sich nun das Kohlemeiler-Team sowie die Wandergruppen aus Neuwirtshaus und Schwärzelbach angenommen. Mit viel Aufwand und Liebe für das Detail wurde in der vergangenen Woche das Suter-Denkmal im Revier Schwärzelbach saniert.

Im artenreichen Waldkomplex Neuwirtshauser Forst finden nicht nur allerlei Vögel, Tiere und Pflanzen eine Heimat. In dem 4500 Hektar großen Wald gibt es auch viele Mythen und Geschichten. Das Willkommhaus und das Jägervereinshaus blicken auf eine lange Historie zurück. Daneben stehen viele kleine Bildstöcke, Gedenksteine und steinerne Überbleibsel vergangener Zeiten an den Wegen.

Viele sind unter einer dicken Schicht aus Moos, Flechten und Laub versteckt.

Die freiwilligen Helfer haben den Stein und das Umfeld zunächst gründlich gereinigt. Der frisch gekieste Zugang strahlt den Wanderer nun schon von weitem an und lädt zu einem Abstecher und einer Rast auf der neu errichteten Bank ein. Der 70 Jahre alte Schriftzug wird in den kommenden Tagen noch restauriert und erinnert dann wieder jedermann an den Oberforstwart Hans Suter aus Neuwirtshaus, der der Überlieferung nach in diesem Bereich im Jahre 1949 einen "Dienstunfall bei der Ausübung des Forst- und Jagdschutzes" erlitt, an dessen Folgen er alten Aufzeichnungen zufolge verstarb.

Revierleiter Thomas Fikar, der die Idee zu diesem Projekt hatte, freut sich über das große Engagement der rüstigen Senioren. Die Bayerischen Staatsforsten kommen ihrer Verpflichtung der Denkmalpflege im Staatswald nach und freuen sich sehr über jedes ehrenamtliche Engagement der Bevölkerung", ergänzt Daniel Zippert Forstbetriebsleiter am Forstbetrieb in Hammelburg. "Es freut uns sehr, dass die schon seit Jahren gut gepflegte Zusammenarbeit zwischen dem Forstbetrieb Hammelburg und dem Kohlemeiler-Team um Peter Schühler und Theo Busch sich auch in einem solchen Projekt widerspiegelt." Im Namen der Bayerischen Staatsforsten bedankte er sich beim Kohlemeilerteam und den Wandergruppen für die geleistete Arbeit. "Staatswald ist Bürgerwald heißt es immer." Letztlich müsse dieser Bürgerwald all seinen Funktionen heute mehr denn je gerecht werden: "Wenn er dabei etwas Unterstützung durch die Bürger selbst erfährt ist dies mehr als erfreulich und lobenswert."