Groß war das Interesse der Anwohner, die sich als zahlreiche Zaungäste zur Gemeinderatssitzung am Donnerstag einfanden. Im Blickpunkt stand ein möglicher Umzug des Projektes "Wald für die Seele" aus Bad Kissingen nach Ramsthal. Ob dieses Projekt in Ramsthal seinen Seelenfrieden finden wird, und wo dies dann genau in der Gemarkung Ramsthal sein werde, das blieb der nichtöffentlichen Sitzung vorbehalten. Bürgermeister Alfred Gündling zeigte sich interessiert.

An Kauf interessiert

Initiator Dr. Joachim Galuska hatte im öffentlichen Sitzungsteil jedenfalls reichlich Gelegenheit, den Seelenwald vorzustellen. Nicht als Pächter, sondern als Käufer, wolle er an das Waldprojekt jetzt herangehen. Der Grund sei die Auseinandersetzung mit der Kreisstadt über das bisherige Projekt, das gemietet worden sei. Die Kissinger Waldfläche sei etwa 14,5 Hektar groß. Galuska räumte ein: "Es würde auch eine Fläche von acht bis zehn Hektar reichen." Und die sollte möglichst nicht in steiler Hanglage sein. Zeitziel sei das Jahr 2025. Das bisherige Projekt in Bad Kissingen ist seit 2015 in Betrieb.

Neu festgesetzt wurden in der Sitzung zudem die Verbrauchs-Gebühren für Trinkwasser mit 1,56 Euro und 1,44 Euro für Abwasser pro Kubikmeter. Das Oberflächenwasser wird mit zehn Cent berechnet. In den einzelnen Rechnungspositionen wurden die Kosten für "Terrior f" vorgestellt. Die Gesamtsumme beträgt rund 98 000 Euro. Positiv stand der Gemeinderat einem Anschluss an die Gasleitung gegenüber. Gündling sagte: "Vielleicht können wir über die Wirmsthaler Leitung eines Tages versorgt werden." Er gab bekannt, dass die Fensterreinigung am alten Schulgebäude rund 700 Euro koste und dass dort im Sanitärbereich ein Leitungsschaden aufgetaucht sei.

Grünes Licht erhielt die erste Änderung des Bebauungsplans Raßthaler Weg. Die eingegangenen Stellungnahmen der Träger öffentlicher Belange wurden zur Kenntnis genommen. Die Satzung wurde einhellig befürwortet. Im Aufwind der Zustimmung befand sich der Antrag des Drachenfliegerclubs Hammelburg, der um Weiterführung des Flugbetriebs am Gänsberg bat.