Thomas Hack ist seit 2002 der Bürgermeister einer der kleinsten Gemeinden im Landkreis. Der Kommunalwahl im nächsten März sieht er ohne Schweißperlen auf der Stirn entgegen. Mit dem Amtsbonus aus drei Perioden ausgestattet, strebt er mit großer Wahrscheinlichkeit seine vierte Amtszeit an.

Durch die Listenverbindung CSU/ Bürger für Aura weiß der 57-Jährige einen großen Teil der Wähler hinter sich. Zwar steht die Nominierungsversammlung noch aus, auf der er offiziell als Kandidat benannt wird, doch Überraschungen sind kaum zu erwarten. "Eine Liste für ein kleines Dorf ist gut", unterstreicht Hack. Doch fügt er an: "Ich gehe mit der notwendigen Demut an das Amt. Wir haben viele große Dinge schon angepackt und wir sind noch nicht fertig". Als Beispiel nennt er die Dorferneuerung im Abschnitt "Zent/Am Hahn", das Neubaugebiet "Am Hahn III", den Leitungsbau in Klein-Aura und den Außenbereich der Festhalle.

Große staatliche Investitionen

Apropos Festhalle. Das 1981 erbaute Gebäude wurde saniert, mehrmals angebaut und weist keine nennenswerten Schäden auf. Doch die Böden und Leitungen sind in die Jahre gekommen, eventuell steht auch eine energetische Sanierung an. Hack ist sich im Klaren darüber, "dass es immer wieder Überraschungen gibt, die man nicht auf dem Schirm hatte". Er freue sich, dass das Neubaugebiet Hahn III gut von jungen Familien und Zuziehende angenommen werde. Dennoch will er eine innerörtliche Nutzung nicht aus den Augen verlieren, für die es Fördermittel der Gemeinde gibt.

"Wir haben in den letzten fünf Jahren riesige Finanzmittel akquiriert und in und um Aura verbaut", erinnert er. Beispiele sind die Dorferneuerung, die Sanierung der Staatsstraße in Richtung Euerdorf und der Umbau der Schrenk. Zehn Millionen Euro wurden für die drei Maßnahmen investiert, wobei der Freistaat die Projekte über das Staatliche Bauamt und das Wasserwirtschaftsamt erheblich gefördert hat. Aber auch die Gemeinde hat investiert, etwa in ein Feuerwehr-Fahrzeug, den Kindergarten und die Schulstraße. Die strukturellen Erneuerungen für die Ortsbürger würden auch Besuchern ins Auge fallen.

Hoffnung für Alte Brauerei

Im Falle einer Wiederwahl würde in der nächsten Amtsperiode die Kanal-Sanierung in Klein-Aura nebst Straßendeckenaufbereitung anstehen. Eine Weiterentwicklung im touristischen Sektor findet Hack wünschenswert, eventuell in Form von zusätzlichen Ferienwohnungen. In direkten Zusammenhang dazu steht allerdings auch die Gastronomie, hier hatte der Ort zuletzt Rückschläge zu verkraften. "Es ist bitter, dass beide Gaststätten, die Alte Brauerei und die Ruine Aura, schlossen. Schön ist das in der Ruine Aura eingezogene Kinderhaus. Für die Alte Brauerei besteht Hoffnung auf eine Wiedereröffnung", lässt Hack wissen. Details nennt er allerdings noch keine.

"Ich bin überzeugt, dass eine kleine Gemeinde wie Aura auch einen Beitrag zum Umweltschutz und zur Nachhaltigkeit leisten kann", meint er und verweist auf das Grüngitterprojekt des Landkreises, an dem der Ort sich beteiligt. Generell gilt: "Wir wollen nachfolgenden Generationen ein Dorf hinterlassen in dem sich zu leben lohnt."

Sollte Hack noch einmal sechs Jahre als Bürgermeister Auras tätig sein, "bin ich wohl einer der dienstältesten Bürgermeister im Kreis", vermutete er. Feuer habe er aber noch genug, um Aura weiter nach vorne zu bringen.