Im Rahmen einer kleinen Feierstunde im großen Saal der Musikakademie überreichte Ernst Oestreicher, ehemaliger Bundesdirigent und Schulleiter der Musikschule in Bad Königshofen, die Auszeichnungen des Dirigentennachwuchses. Zugleich nahmen Oestreicher und dessen Nachfolger Florian Unkauf Abschied von den jungen Dirigentenabsolventen.

Ihre Staatliche Anerkennung nach der Prüfung erhielten die Absolventen der Phase vier: Daniel Sünkel, Katrin Wittmann und Julian Will. Die Phase drei haben bestanden: Tim Eller, Marina Prechtl, Theresa Ritz, Karin Wagner, Julian Weber, Fabian Graf, Paul Stöher, Stefan Arnold, Andreas Türk und Annika Dolag. Freilich spielen diese insgesamt 36 Teilnehmer an den Dirigentenlehrgängen aus den vier Phasen auch mindestens ein Instrument, nämlich 13 Mal Klarinette, fünfmal Flöte, je viermal Trompete, Tenorhorn und Schlagzeug, dreimal Saxophon, zweimal Tuba und einmal Waldhorn.

Es habe sich bewährt, dass ein einziger Dozent jeweils durch die vierphasige Dirigentenausbildung führe, sagte Oestreicher. Mittlerweile sei es der 39. Dirigentenlehrgang unter der Dachmarke "Nordbayerischer Musikbund" (NBMB). Für manchen Absolventen sei es der Start ins Berufsleben. Oestreicher gab in jedem Fall zu bedenken: "Das Orchester wird nie besser werden als der Dirigent, aber bestenfalls kann es so gut wie der Dirigent werden." Voraussetzung sei eine umfassende Orchesterschulung für den Dirigentennachwuchs mit qualifizierter Arbeit über die Jahre hinaus.