Um die Neugestaltung des Umfeldes um die "Rei ther Eiche" ging es in der Marktgemeinderatssitzung in Oberthulba. Eigentlich wollten der Gartenbauverein Reith und die dortige Ortsbevölkerung diese Maßnahme angehen. Im Wesentlichen sollte es um die Verlegung des Weges an der Eiche gehen. Damit möchte man das Wurzelwerk des Baumes schonen, so der Ortsbeauftragte Frank Sieg. "Bei unseren Maßnahmen sollte viel Natur in seiner jetzigen Art erhalten bleiben."

Eigenleistung erforderlich

Überrascht war man nun, als die Marktgemeinde die Planung eines Ingenieurbüros vorlegt und dabei die stolze Summe von 40 000 Euro an Kosten präsentiert wurde. Einig war man sich, dass zunächst nur die Verlegung des Weges vorgenommen wird. Die Kosten dafür dürften sich bei etwa 10 000 Euro bewegen. "Wir wollen einiges auch in Eigenleistung machen", versprach Sieg. "Weitere Schritte sollten wir uns nun gut überlegen", so zweiter Bürgermeister (Sitzungsleiter) Jürgen Kolb.

Ausschreibung aufgehoben

Eigentlich sollte der Thulbaer Sportplatz mit dem Spülwasser aus der Trinkwasserversorgung bewässert werden. Dafür wäre der Einbau einer Zisterne mit entsprechender Technik erforderlich. Die Ausschreibung hat jedoch eine Summe von über 80 000 Euro hervorgebracht, die nicht zu finanzieren ist. Jetzt wurde die Ausschreibung vom Ratsgremium aufgehoben. Eine neue beschränkte Ausschreibung soll zu einem späteren Zeitpunkt erfolgen.
An einer Bündelausschreibung für Strom wird sich über den Bayerischen Gemeindetag auch der Markt Oberthulba beteiligen, so der Beschluss des Gremiums in der letzten Sitzung. Schon bei der früheren Ausschreibung sei man damit gut gefahren, war von der Geschäftsleiterin Nicole Wehner zu hören. Die europaweite Ausschreibung für Normalstrom wird über die Firma KUBUS GmbH vorgenommen. Dafür muss die Gemeinde zwischen 1615 bis etwa 2500 Euro bezahlen. Die genauen Kosten werden nach den Abnahmestellen ermittelt.
Der Bebauungsplan "Baumgarten" erfuhr wegen der Baumaßnahme Metallbau Söder seine 5. Änderung. Bei den Stellungnahmen der Behörden und der Öffentlichkeit gab es keine wesentlichen Anmerkungen, so dass jetzt der Satzungsbeschluss erfolgen konnte.
Die Weinberghütten auf städtischem Gebiet will die Stadt Hammelburg in ihren Flächennutzungsplan aufnehmen. Sie sollen auch touristischen Zwecken dienen. Hierzu gab es seitens des Marktes Oberthulba keine Anmerkungen.
Vorgestellt hat sich in der Sitzung die neue Allianz-Managerin "Kissinger Bogen" Ganna Kravchenko den Marktgemeinderäten. Sie will das integrierte Entwicklungsprogramm in den Allianz-Gemeinden umsetzen, das heißt konkrete Konzepte und Ideen sollen nicht im Papierkorb verschwinden, sondern ausgearbeitet und verwirklicht werden. Viele Vereine sind aktiv, und es gibt zahlreiche ehrenamtliche Helfer, die aber noch wenig informiert sind, und das soll nun anders werden. Dafür will sie auch vor Ort präsent sein. Deshalb wird sie auch jeden zweiten Donnerstag im Monat für einen halben Tag in Oberthulba sein.