Zunächst schauten sich die Kinder im Alter von sechs bis zehn Jahren die imposanteste Maschine des Betriebes an. Christian Reusch erklärte, wie der Kartoffelvollernter funktioniert: "Er nimmt die Kartoffeln auf, befreit sie vom Kraut und fördert sie auf das Verleseband."
Danach machten sich die Kleinen mit Claudia Reusch zu Fuß auf den Weg zum Kartoffelacker, um die große Maschine in Aktion zu sehen. Erst führte der Kartoffelbauer den Kindern aber vor, wie früher mit einem Kartoffelroder geernet wurde. Dieser holte die Knollen aus der Erde und rüttelte sie nebenan auf den Boden. Jetzt waren helfende Hände gefragt.
Die Kinder sammelten die Erdäpfel mit Feuereifer in ihre Eimerchen. Die durften mit nach Hause genommen werden und wurden übervoll. "Mehr geht nicht rein", stellte Janick fest, als die ersten Knollen wieder herunterfielen.

Aufpassen am Verleseband

Nun war die moderne Maschine an der Reihe. Christian Reusch zog mit dem Traktor über den Acker. Die Kinder staunten, wie schnell und einfach die Kartoffeln aus der Erde kamen und über das Verleseband in den Bunker fielen. Nur ganz ohne Helfer geht auch das nicht. "Mein Schwager Markus muss am Verleseband noch aufpassen, dass keine schlechten Kartoffeln und Steine in den Bunker fallen", erklärte Claudia Reusch den Kindern. Bei vollem Betrieb sind bis zu drei Personen auf dem Vollernter gut beschäftigt.
Nach der Arbeit grillten die "Großen" mit Julia, Schwester der Hofchefin, Stockbrot und Folienkartoffeln am Lagerfeuer. Derweil las Michelle Lamprecht den "Kleinen" die Geschichte vom "Kartoffelkönig" vor. "Lecker", lautete das Urteil der Kinder über die Kartoffeln.
Nach der Stärkung ging es zurück zum Potatis-Hof. Dort tobten sich die fleißigen Helfer nochmal richtig aus, bevor sie von ihren Eltern abgeholt wurden. Diese staunten nicht schlecht, als sie die vollen Eimer sehen. "Mama, ich hab nur die großen Kartoffeln eingesammelt", teilte Felix stolz seiner Mutter mit.
Auch nächstes Jahr wird es wieder ein Ferienprogramm auf dem Hof geben. "Es ist wichtig, den Kindern einen Bezug zum Produkt zu geben und Respekt davor zu vermitteln, weil Anbau und Ernte auch mit modernen Maschinen noch viel Arbeit machen. In der heutigen Zeit wird viel zu viel weggeschmissen", betonte Claudia Reusch.