Die jungen Leute haben das Wahlfach Spanisch belegt, und Lehrerin Claudia Alcarcari organisierte für sie eine Bildungsreise auf die zu Unrecht etwas verrufene Insel. Auf dem Programm standen unter anderem mehrere Exkursionen, zum Beispiel an die Westküste nach Sóller, einem herrlich gelegenen Ort im fruchtbaren "Valle des los Naranjas" (Tal der Orangen), sowie nach Port Sóller, einem malerischen Hafenstädtchen. Im Südosten der Insel besuchten die Schüler bei Ses Salines in der Colónia de Sant Jordi die ältesten Salinen Mallorcas. Dort erfuhren die Schüler alles Wissenswerte über die Salzgewinnung aus dem Mittelmeer, vor allem des speziellen "Flor de Sal". Jährlich werden da rund 8000 Tonnen Salz gewonnen.

Unterirdisches Wunder

Ein Besuch der Höhlen von Artá war ein Höhepunkt. Dort erlebten die Schüler die großartigsten unterirdischen Wunder Mallorcas: 450 Meter lange Kalksteinhöhlen, bizarre Tropfsteingebilde, darunter eine 22 Meter hohe Säule. Auf der untersten Ebene, dem "Inferno", erklangen Seqenzen aus Orffs "Carmina Burana".
Natürlich konnten die Schüler auch ausführlich per Stadtführung Palma de Mallorca kennenlernen. Das Highlight war ein Treffen mit den Schülern des Gymnasiums Joan Maria Tomás in Palma. Bei spontanen Spielen und Befragungen, in einem vierstündigen Gruppengang durch Palma lernten sich spanische und deutsche Jugendliche näher kennen. Die Einheimischen zeigten den Besuchern aus Unterfranken die Örtlichkeiten von Palma, die ein normaler Tourist kaum entdeckt. Die Zeit dazu erschien vielen als zu kurz, letztlich entstanden Freundschaften, die vielleicht zu einem weiteren Austausch führen. Natürlich standen aber auch Strandaktivitäten auf dem Programm, und die Schüler konnten ein Bad im 20 Grad warmen Mittelmeer nehmen. Nach knapp einer Woche flogen alle gut gelaunt mit vielen neuen und sicherlich bleibenden Eindrücken in die Heimat zurück. Roland Hofmann