"Fünf Jahre WiBraPhon und kein bisschen leise" lautete das Motto für das dynamische Jubiläumskonzert, das es im Großen Saal der Musikakademie gab. Rund 40 bayerische Musiker unter der Leitung von Professor Johann Mösenbichler faszinierten fast zwei Stunden lang mit Musik auf sehr hohem Niveau.
Der Orchestername WiBraPhon steht für "Winds" (Holzbläser), "Brass" (Blechbläser) und "Phon" (Klang) des Orchesters. Den Vorsitz des vorgenannten Teams hat Bariton-Saxophonistin und stellvertretende Bundesdirigentin Tanja Berthold. Sie moderierte durchs Konzertprogramm.
Das Programm beinhaltete zeitgenössische Kompositionen eines Philip Sparke ( geboren 1951), Steven Bryant (1972), David Maslanka (1943), Arturo Marquez (1950), eines John Mackey (1973) und eines Johan de Meij (1953) bis hin zu Percy Aldridge Grainger (1882 bis 1961) und Dmitri Schostakowitsch (1906 bis 1975). Zugegeben, für außenstehende Zuhörer waren die meisten Kompositionen akustisches Neuland. Was diese Stücke aber gemeinsam hatten, das waren Klangvielfalt und starke Dynamik, genau das Richtige für so ein großes Orchester. Unter den Tuba-Spielern war Thomas Bogner, Dirigent der Eschenbacher Musikanten, zu entdecken.
Ein recht seltenes Instrument hatte Lisa Schuler, nämlich eine Kontrabass-Klarinette. "Es kostet schon gehörig Puste für das große Instrument", sagt sie. Doch auf das gemeinsame Spielen in diesem Orchester habe sie sich gefreut, und deshalb halte sie gerne durch. "Und in der Musikakademie fühle ich mich einfach wohl, weil dort optimale Probenbedingungen herrschen", sagt sie.


Perfektion

Wenn musikalische Spielfreude, Können auf hohem Niveau und der Wunsch nach orchestraler Perfektion zusammenkommen, dann ist es ein Markenzeichen von WiBraPhon. Und wenn dann noch so ein genialer Dirigent wie Mösenbichler leidenschaftlich den Taktstock schwingt, dann ist die Perfektion in Sicht, wie der stehende Applaus zum Konzertende deutlich bewies.
Das Projektorchester entstand, um eine Landkreis-CD aufzunehmen. Das Team um die Kreisvorstandschaft stellte bis zur ersten Probe im Februar 2011 ein Orchester aus Berufsmusikern, Studenten und talentierten Amateuren zusammen. Johann Mösenbichler, Professor an der Anton Bruckner Privatuniversität Linz und Chefdirigent des Polizeiorchesters Bayern konnte als Dirigent gewonnen werden. "Spielfreude und Engagement waren laut Johann Mösenbichler fantastisch und weit über dem von ihm erwarteten Niveau. Es entstand auf beiden Seiten der Wunsch, das Projektorchester fortzuführen", heißt es auf der Homepage: www.wibraphon.de