Mit einer Übung mitten im Ort zeigte nicht nur die Westheimer Feuerwehr, dass sie helfen kann. Auch die Floriansjünger aus Hammelburg, Fuchsstadt, Feuerthal, Langendorf, Elfershausen, Gauaschach, Obereschenbach, Untererthal, Pfaffenhausen, Diebach sowie die FAG-Werksfeuerwehr aus Elfershausen bewiesen ihr Können.

Zigarette entzündet Sofa

Und so sah das Szenario aus: Im alten Gasthaus Streit übernachten nach einer Geburtstagsfeier sieben Gäste im Partykeller. Eine brennende Zigarette entzündet ein Sofa und verraucht den Kellerraum. Ein Gast kann den dichten Schwaden im Keller entkommen und setzt im ersten Stock einen Notruf ab. Größte Eile ist geboten. Für realistische Bedingungen sorgte künstlicher Rauch, der aus den Fensteröffnungen des ehemaligen Reblauskellers drang.
Pünktlich um 17 Uhr wurde der Probealarm ausgelöst. Die Dorfjugend hatte schon einen Logenplatz an der Friedhofsmauer eingenommen und sich mit La-Ola-Wellen die Wartezeit vertrieben. Schnell war die Westheimer Wehr unter der Einsatzleitung ihres Kommandanten Stefan Müller vor Ort. Atemschutzmasken und Druckflaschen wurden umgeschnallt, Schläuche ausgerollt und der Hydrant angezapft. Wasser kam aber auch über eine Schlauchstrecke aus der Saale und aus den Fahrzeugtanks.

Es wurde eng in der Gasse

Nach und nach trafen die übrigen Wehren ein. In der Petergasse und im Freihof wurde es eng für die rund 100 Einsatzkräfte. Mittlerweile hatten die Atemschutzträger schon die Kellertüre geöffnet und nach Verletzten Ausschau gehalten.
Sechs Personen, hierfür wurden Puppen verwendet, konnten aus dem Reblaus-Keller gerettet werden. Die siebte Person, mittlerweile bewusstlos, war über eine Trage aus dem Obergeschoss zu retten. Da war dann die Drehleiter der Hammelburger Wehr gefragt.
Es kam auf jeden Zentimeter an, damit das Drehleiterfahrzeug nicht an den Häusern in der engen Petergasse aneckte. Es gelang, die hydraulischen Standbeine auszufahren und mit viel Geschick die Leiter in die richtige Position zu bringen. Puppe Nummer sieben wurde auf die Korbtrage an der Spitze der Leiter geladen und konnte ebenfalls in Sicherheit gebracht werden.

Lob vom Kreisbrandmeister

Kreisbrandmeister Elmar Eisenmann war zufrieden. "Die Zusammenarbeit der Wehren klappt hervorragend", lobte er. Beeindruckt war auch Bürgermeister Armin Warmuth, der wie die Westheimer Ortsbeauftragte Gabriele Ebert und die stellvertretende Landrätin Monika Horcher unter den vielen Zaungästen anzutreffen war.