Der Wehrbeauftragte des Deutschen Bundestages, Dr. Hans-Peter Bartels, hat das Ausbildungszentrum Infanterie auf dem Lagerberg besucht. Das Programm beinhaltete Informationen rund um die Infanterie sowie den Austausch zwischen dem Wehrbeauftragten und den Soldaten vor Ort.
So erfuhr Bartels zunächst etwas über die aktuelle Situation am Ausbildungszentrum Infanterie. Anschließend berichtete der Standortälteste des Lagerberges, Oberst Axel Grunewald, über bereits geplante und zukünftig benötigte Infrastrukturmaßnahmen am Bundeswehrstandort Hammelburg. Insgesamt werden in den kommenden acht Jahren rund 140 Millionen Euro investiert. Die Investitionen umfassen unter anderem den Neubau einer Sporthalle sowie eines Wirtschaftsgebäudes. Darüber hinaus sollen neue Unterkünfte für Soldatinnen und Soldaten entstehen und die bereits bestehenden Gebäude renoviert und auf den aktuellsten Stand der Technik gebracht werden. "Es ist gut, dass endlich in neue Infrastruktur am Standort Hammelburg investiert wird", sagte Bartels. Parallel zum Vortrag fand vor Ort eine Besichtigung der nächsten Bauprojekte mit Mitarbeitern des Wehrbeauftragten sowie dem Kasernen-Kommandanten der Saaleck-Kaserne, Oberstleutnant Frank Dietrich, statt.


Arbeitszeit und Personal

Nach dem informativen Teil des Besuchs folgten zwei Gesprächsrunden zwischen dem Wehrbeauftragten sowie den Soldaten vor Ort. Bei der ersten Besprechung hatten die Chefs und Kompaniefeldwebel des Ausbildungszentrums Infanterie die Möglichkeit, ihre Anliegen an den Wehrbeauftragten weiterzugeben. Der zweite Austausch erfolgte zwischen den Interessenvertretern der Soldatinnen und Soldaten sowie zivilen Angehörigen des Ausbildungszentrums und Bartels.
Thema der Gesprächsrunden war unter anderem die seit dem Jahr 2016 geltende Soldatenarbeitszeitverordnung, die die Arbeitszeit auf durchschnittlich 41 Wochenstunden festsetzt. Darüber hinaus ging es um die "Trendwende Personal". Seitdem die Bundeswehr wieder mehr Soldaten einstellt, kommen auch mehr Soldaten in den unterschiedlichen Dienststellen zur Ausbildung an. Das Offiziersanwärter-Bataillon 2 in Hammelburg wird im Vergleich zu den letzten Jahren beispielsweise sechzig Soldaten zusätzlich ausbilden. Aufgrund dieser veränderten Bedingungen wird das Personal der Ausbildungseinrichtungen der Bundeswehr zur Unterstützung anderer Dienststellen überdurchschnittlich oft zwischen unterschiedlichen Standorten versetzt.
"Ich hoffe, dass allen die Personalnot in der Ausbildung klar ist. Die Trendwende Personal kommt nicht von selbst", fasste Bartels die Situation zusammen. Jan Volkmann