Die 1874 von 35 Männern gegründet Wehr, die ein Jahr später ein Spritzenhaus von der Gemeinde erhielt, musste das Wasser noch in Fuhrwerken und Eimern herbeischaffen. Insbesondere in den Weltkriegsjahren stand die Wehr aus Männermangel mehrmals vor dem Aus. In Untererthal behalf man sich mit der verstärkten Ausbildung von Jugendlichen, berichtete Hüfner.
Die erste Motorspritze erhielten die Floriansjünger 1950. Acht Jahre später kam der Erlass, die Spritzen auf Rädern zu transportieren, was einen Anhängerwagen für die Traktoren bedingte, die ihn zogen. In den 70er Jahren errichtete die Gemeinde Untererthal ihr neues Feuerwehrhaus - das wegen der Kosten auf heftige Kritik stieß - und das heute der Mittelpunkt des Ortes ist.

Nach Hause getrampt

Das Feuerwehrfahrzeug, hoffnungslos überaltert, blieb nicht selten liegen, die Wehrmänner mussten per Daumen nach Hause trampen. Auch das heutige Fahrzeug entspricht nicht mehr dem technischen Stand. Deshalb habe die Stadt für das nächste Jahr ein neues Fahrzeug mit Atemschutz in Aussicht gestellt, sagte Hüfner.
Der Schulungsraum war inzwischen ausgebaut und mit dem neuen Auto kommen auch neue Aufgaben auf die Wehr zu, vermutete er. Doch gibt es auch eine andere Seite. Die Neuanschaffung dürfte ein Grund für die rekordverdächtige Zahl von Jugendlichen gewesen sein, die in der jüngsten Jahreshauptversammlung in die Wehr eintraten, räumte Hüfner ein.
"Der Sicherheit der Bürger, den gravierend veränderten Aufgaben und Bedingungen sowie der notwendigen, technischen Ausstattung will sich die Stadt nicht verschließen, denn sie fühlt sich dem verpflichtet", fügte Bürgermeister Armin Warmuth mit dem Lob für den freiwilligen Dienst hinzu. Warmuth würdigte "die tolle und intakte Dorfgemeinschaft Untererthals" und überweist eine Spende für die Jugendarbeit.
"Die Feuerwehr ist für Untererthal ein Glücksfall. Ihre Aufgaben sind ein Spiegelbild der gesellschaftlichen Veränderungen, aber auch der gewachsenen Anforderungen", stellte Kreisbrandinspektor (KBI) Peter Sell fest. "Erfahrung, Kritik und Ideen bereiten den Weg der Wehren in die Zukunft", unterstrich er. "Feuerwehrleute sind die Helden von heute", sagte Ortskommandant Robert Gerlach, der die anschließenden Ehrungen, der "Helden von gestern", den Veteranen, vornahm. Gemeinsam mit Ortsvereins- Vorsitzendem Fabian Heid, würdigte er langjährige Mitglieder mit der Ehrenurkunde.


Ehrungen