"Wir sind froh, dass alles gut läuft. Die Gruppe passt gut zusammen, alle sind motiviert, das Wetter spielt mit, das ist alles sehr positiv", stellt Margot Gärtner fest, die zusammen mit ihrem Mann Martin unter dem Dach des VfR Sulzthal das "Basen-Fasten-Wandern" bereits zum achten Mal anbietet und durchführt. Mittlerweile sind auch viele "Wiederholer" dabei, die ihren Urlaub so planen, dass sie mitmachen können.

Nur Suppe und Gemüse

"Es sind Teilnehmer dabei, die für die Gesundheit schon sehr viel erreicht haben, zum Beispiel keinen Migräneanfall mehr bekommen haben. Das Wichtigste beim Basen-Fasten ist die Entgiftung und Entschlackung. Wir sensibilisieren unsere Teilnehmer, dass sich 80 Prozent unseres Immunsystems im Darm befindet, deshalb ist die Entgiftung so wichtig. Die positive Stimmung in der Gruppe trägt außerdem dazu bei, dass Körper, Geist und Seele in Einklang gebracht werden", so Margot Gärtner. Insgesamt neun Tage ist die Gruppe zusammen. In dieser Zeit stehen sieben Wanderungen von ca. zehn bis 15 Kilometern durch Berg und Tal an. Nur gesunde Personen sollten an dieser Maßnahme teilnehmen, die in dieser Zeit Suppen und basisches Gemüse essen dürfen - und natürlich viel Flüssigkeit zu sich nehmen sollen.

"Das Laufen tut gut"

Die Teilnehmer kommen nicht nur aus der Marktgemeinde, sondern aus dem gesamten Bad Kissinger und sogar Schweinfurter Landkreis. Einer der ältesten Teilnehmer ist Alfred Kuchenbrod mit 74 Jahren, dem man sein Alter nicht ansieht, und der in beneidenswerter Leichtigkeit die Hügel hochwandert. Renate Kiesel aus Reiterswiesen ist bereits zum fünften Mal dabei. "Das Laufen tut gut, die Gruppe ist toll, es ist ein unbeschreibliches Erlebnis, hier dabei zu sein. Diese Tage geben mir Kraft und Energie für das ganze Jahr. Durch das Fasten sehe ich auch manches aus einem ganz anderen Blickwinkel. Auch der Geschmack verändert sich, ich nehme wieder bewusster wahr. So freue ich mich auf die erste feste Nahrung, das wird eine Pellkartoffel mit Quark sein", erklärt die 55-Jährige mit strahlendem Gesicht. "Das gibt Kraft für das ganze kommende Jahr", bestätigt auch Ruth Henz aus Bad Kissingen, die "dieses Basen-Fasten immer wieder tun würde". Die positiven Resonanzen freuen auch Margot und Martin Gärtner, die das "Basen-Fasten-Wandern" organisieren. "Damit beginnen wir bereits im Dezember und legen den Zeitraum auch nach dem abnehmenden Mond fest", sagt Margot Gärtner. Eine der Touren beginnt in Bad Kissingen, eine weitere in Hammelburg. An den restlichen fünf Tagen wird in der Sulzthaler und benachbarten Flur gewandert. "Auf diese Weise lernt man seine Heimat genauer kennen", sagt Renate Kiesel. Und wenn es regnet? "Da kennen wir nichts, wir laufen trotzdem."