Zu ihrem traditionellen Heringsessen mit Fastenpredigt lud die Kameradschaft ehemaliger Soldaten, Reservisten und Hinterbliebener (ERH) Hammelburg in das MGV-Heim nach Westheim ein. Vorsitzender Oberstleutnant a. D. Klaus Voshage konnte knapp 80 Gäste, unter ihnen den neuen katholischen Militärpfarrer Robert Andrzejczyk, den zweiten Bürgermeister der Stadt Hammelburg, Reimar Glückler, den ERH-Bundesvorsitzenden Hauptmann a. D. und Stabshauptmann d. R., Albrecht Kiesner, sowie den Personalratsvorsitzenden des Ausbildungszentrums Infanterie, Oberstabsfeldwebel Ewald Krampf, begrüßen.
Bürgermeister Glückler hob hervor, dass sich die Kameradschaft der ehemaligen Soldaten - neben der Betreuung und der Ausrichtung von geselligen Veranstaltungen - auch um die sozialen Probleme ihrer Mitglieder kümmere. ERH-Bundesvorsitzender Kiesner stellte das Mitwirken des Deutschen Bundeswehrverbandes beim Entwurf zum Bundeswehr-Attraktivitätssteigerungsgesetz heraus. Dieses kann nach Einschätzung Kiesners "zu einem Quantensprung für die Bundeswehr werden". "Mit ihren vielfältigen Angeboten und Aktivitäten setzt die ERH-Hammelburg Maßstäbe", lobte Kiesner die Arbeit der Vorstandschaft. Militärpfarrer Andrzejczyk stellte die Schlüsselworte Almosen, Beten und Fasten aus der Bergpredigt in den Mittelpunkt seiner Predigt. Er regte die Zuhörer dazu an: "Die Fastenzeit zu nutzen, um über sich selbst und seine Beziehung zu Gott nachzudenken".
Kiesner nahm das Zusammentreffen zum Anlass und zeichnete Oberstleutnant a. D. Gebhard Spies für seine 40-jährige und Stabsfeldwebel a. D. Adolf Schneider für seine 50-jährige Mitgliedschaft aus. Oberstabsfeldwebel a. D. Ludwig Sand, der für die Organisation des Heringsessens verantwortlich zeichnete, erhielt vom Vorsitzenden eine Anerkennung für sein Engagement.