Gleich drei vollendeten Maßnahmen hat Pfarrer Karl Theodor Mauer jetzt den kirchlichen Segen gegeben: Dem Bildstock "der Auferstandene", dem neuen Dorfplatz gegenüber der Kirche und dem Dorfplatz beim Feuerwehrhaus.
Schon beim Festgottesdienst lobte Mauer: "Durch die Zusammenarbeit und die großzügige Unterstützung von der Marktgemeinde Oberthulba und von euch, meine lieben Frankenbrunner, konnten diese sehenswerten Projekte realisiert werden." Er lobte auch, dass so viele angepackt haben und ihre Talente und Fähigkeiten für die Dorfverschönerung eingesetzt haben. Das Ehrenamt sei ein Beitrag, der dem Leben der Menschen diene, ob sie jung und stark oder müde und schwach seien. "Ihr macht das, damit das Leben in Frankenbrunn attraktiver und abwechslungsreicher wird. Ohne dieses Engagement ist vieles nicht mehr zu erhalten. Deshalb rufe ich euch auf -nehmt euch immer wieder Zeit für einander", sagte der Pfarrer weiter.

Start am Bildstock

Nach dem Gottesdienst folgten die Segnungen. Dabei gestalteten die Musiker der Kapelle "Frohsinn" (Leitung Markus Heil) sowohl die Kirchenparade wie auch die Segnungsfeierlichkeiten. Zunächst war der 1756 geschaffene Bildstock "Der Auferstandene" an der Reihe. Ihn hat seinerzeit der Frankenbrunner Johann Peter Schipper zu Ehren Jesu und Maria errichten lassen. Wie Maria Zier, die Vorsitzende des örtlichen Vereins für Gartenbau und Landespflege betonte, wurde die vom Verein in die Wege geleitete Restaurierung von Gabriele Hermanns fachgerecht vorgenommen.

Der neue Dorfplatz

Gleich in der Nähe des Bildstocks gegenüber der Kirche befindet sich der neu geschaffene Dorfplatz. Er trägt zur Ortsverschönerung bei und bietet auf einer eigenes gestalteten Informationstafel Wissenswertes über die Marktgemeinde und den Gemeindeteil. Hier können die Wanderer und Radfahrer sich erholen, aber auch die Ortsbürgerinnen und Ortsbürger sollen hier die Dorfgemütlichkeit genießen können, betonte Bürgermeister Gotthard Schlereth. In seiner Ansprache ging er auch darauf ein, wie aus einer weitgehend ungenutzten Fläche neben dem Eichlingsgraben ein dörflicher Treffpunkt entstanden ist. Für die 160 000 Euro Gesamtkosten erhielt die Marktgemeinde 111 000 Euro Förderung.
Beim Dorfplatz am Feuerwehrhaus neben der Linde sprach Pfarrer Mauer davon, dass sich früher die Dorfgemeinschaft oft unter der dörflichen Linde getroffen hat. So kann es jetzt auch in Frankenbrunn wieder sein. Er segnete zusammen mit dem Bürgermeister diesen neuen Platz.

Die Jugend hat sich beteiligt

Wie dieser Platz zu seinem neuen Gesicht kam, erklärte Ortsbeauftragter Torsten Büchner. Es war eine Idee von Helmut Hämel vom örtlichen Gartenbauverein. Er sei schon länger der Meinung gewesen, dass hier etwas passieren müsse. Allerdings war Eigenleistung gefragt. Dazu sagte Büchner, dass die Bevölkerung und besonders die Jugend des Ortes sich rege beteiligt haben. Es war eine Gemeinschaftsleistung, die vorbildlich war. Es wurden altes Pflaster ausgehoben und neues verlegt, Einfassungen und Treppenstufen gebaut. Dem Ganzen wurde ein neues Bild gegeben. Gartenbauverein und Feuerwehr arbeiteten Hand in Hand. Die Gemeinde beteiligte sich mit Baumaterial, was etwa 11 000 Euro ausmachte. Nach 500 freiwilligen Arbeitsstunden konnte im Frühjahr mit der Anpflanzung von Grünsträuchern die Fertigstellung erfolgen. "Wir können stolz auf den neuen Brunnenplatz und das Erreichte sein. Es war ein gelungene Aktion von allen und für alle", sagte Büchner.
Bürgermeister, Ortsbeauftragter und Maria Zier vom Gartenbauverein waren zufrieden. Frankenbrunn sei mit diesen gelungenen Dorfplätzen ein Stück schöner geworden. Nach der offiziellen Segnung ging es ins Feuerwehrhaus zum Feiern.