Den Jahresabschluss der Gemeinde Wartmannsroth gab es am Donnerstag im Sportheim Schwärzelbach. Das war das geeignete Forum für Bürgermeister Jürgen Karle, den Eintritt in den Ruhestand von Werner Ziegert und Adelheid Tröger zu würdigen. Außerdem feierte Verwaltungs-Mitarbeiterin Andrea Jäger (Sozialamt) ihr 25-jähriges Dienstjubiläum.
Bereits am 1. Juli 2016 war es amtlich: Werner Ziegert geht in den Ruhestand. Der gelernte Bürokaufmann, der seinen beruflichen Abschluss schon 1967 in der Tasche hatte, habe 1973 durch Weiterbildung die mittlere Reife erlangt, schilderte Karle Ziegerts Werdegang. Unter der Regie des damaligen Bürgermeisters Rudolf Winter gelangte Ziegert 1978 als Verwaltungs-Angestellter zur Gemeinde Wartmannsroth. Durch erneute Weiterbildungsmaßnahmen erlangte er den Status des geschäftsführenden Verwaltungs-Angestellten. Diese Tätigkeit habe Ziegert bis 2009 ausgeführt. Daniel Görke übernahm von da an dieses Amt, und Ziegert betreute dann in Teilzeit die Bereiche Kultur und Senioren sowie das Projekt Brennerweg.


Gemeindearchiv neue Aufgabe

"Ich habe die Gebietsreform unserer Gemeinde voll miterlebt", erinnerte sich Ziegert an seinen beruflichen Eintritt in die Gemeindeverwaltung. Lochkarten-EDV, Schreibmaschinen und ein neues Faxgerät seien damals für seine Arbeit zur Verfügung gestanden. Die Ortsteile der frischgebackenen Gemeinde hätten Zeit gebraucht, bis sie zueinanderfanden. Karle: "Ich begrüße es, dass Ziegert sich jetzt um das Gemeindearchiv kümmern will."
"Für vier Jahrzehnte treuer und zuverlässiger Zusammenarbeit danke ich Adelheid Tröger", sagte Karle. Ihr Eintritt in den Ruhestand ist jetzt mit dem Jahreswechsel vollzogen. "Jahrzehntelang war Tröger die finanzielle Instanz unserer Gemeinde", bestätigte Karle. Sie habe die "rentierlichen Schulden" salonfähig gemacht. Das seien nämlich Schulden, die durch zu erwartende Gebühren oder amtliche Zuwendungen in nachfolgender Zeit abgelöst würden. Karle: "Ohne Trögers Finanzsegen wäre zum Beispiel der millionenschwere Rathausumbau nicht denkbar gewesen."


Geld noch persönlich kassiert

Adelheid Tröger trat 1976 ihren Dienst in der Gemeindeverwaltung unter Bürgermeister Edwin Häusler an. Auch sie erinnerte sich jetzt an die Gebietsreform: "Da wurde das Geld aus den zugehörigen Dörfern persönlich kassiert." Und Buchungsmaschinen habe es erst viel später gegeben.
"Heuer ist gute Arbeit geleistet worden", blickte Karle auf das ablaufende Jahr zurück. Er erwähnte die Erschließung von Baugebieten wie zum Beispiel Bornhecke II, Steinäcker und Limpelbach. Erfreulich sei der frühzeitige Eingang von beantragten Fördergeldabschlägen in Höhe von insgesamt rund 190 000 Euro durch das Amt für Ländliche Entwicklung (ALE) für das Gemeinschaftshaus in Waizenbach und den Abriss der alten Gaststätte in Schwärzelbach. Ferner erwähnte Karle das energetische Sanierungsprogramm KIP für die Grundschule in Dittlofsroda, die angebotene offene Ganztagsschule, die gemeindliche Förderung von Kindern, die Spielplatzsanierungen, die abgeschlossene Breitbandversorgung und den angefangenen Bau des neuen Bauhofgebäudes.


Umrüstung auf LED

"Heuer werden nach und nach die Straßenleuchten auf LED umgerüstet", kündigte Karle an. Die Friedhöfe würden weiterhin in den kommenden Jahren ein Thema sein. Sein Fazit: "Wir können 2017 gelassen auf uns zukommen lassen." Im Namen von Gemeinderat, Verwaltung und Bauhof dankte 2. Bürgermeister Roland Brönner Karle für die vertrauensvolle und gute Zusammenarbeit.