Die Ehrenamtlichen haben sich mächtig ins Zeug gelegt. Etwa 1900 Stunden Arbeit haben sie in ihr neues Heim investiert. Seit Juli vorigen Jahres können hier nun auch die Proben stattfinden. Die drei Vorsitzenden Katrin Schießer, Herbert Wehner und Manfred Wehner lobten bei der Jahresversammlung des Musikvereins das Engagement der Helfer.
Nach anderthalb Jahren Bauzeit konnte das Domizil bezogen werden. "Die Musiker sind zufrieden. Wir haben nun den nötigen Platz, den wir brauchen. Die Räumlichkeiten sind vom Technischen her top ausgestattet", betonte Manfred Wehner. Sein Dank galt auch den Technikern für die Umsetzung. "Es wurde Großartiges geleistet, wobei auch die Rentner ihre beruflichen Kenntnisse eingebracht haben", ergänzte er.
Obwohl schon knapp 74 000 Euro investiert wurden, stehen noch einige Arbeiten aus. "Der Innenbereich ist fertiggestellt, zum Außenbereich gehört noch ein Parkplatz sowie Putzarbeiten am Gebäude", erläuterte Herbert Wehner.
Aber auch musikalisch war einiges los. Die Kapelle absolvierte 61 Auftritte, vom Jubiläumsständchen über Gottesdienstgestaltungen bis hin zur musikalischen Gestaltung von Festen. Musiziert wurde auch bei Maibaum- und Kirmesbaumaufstellung, Kreuzberg-Wallfahrt, Brunnenfest, Saale-Musicum, Oktoberfest und Weihnachtskonzert. Besonders in Erinnerung sind noch der Auftritt bei den Frankfurter Fleischersängern und der Besuch des Weihnachtsmarktes in Bamberg.
"Auch an einer Filmmusik haben wir mit fränkischen Melodien mitwirken dürfen. Der Film wurde auf der Berlinale vorgestellt", so Wehner. Auch am 3,5 Kilometer langen Faschingszug in Frankfurt war die Oberthulbaer Musik zu hören.
Ein besonderer Dank galt den Dirigenten Peter Wojciechowski und Constantin Freiberg und dem Aufbaubaukommando mit Ralf Appel, Günter Hüttl, Alexander Kramert, Nicky Wiegand und Stefan Söder.

Jungmusiker in Kapelle integriert

Beide Dirigenten berichteten von verschiedenen Anlässen im abgelaufenen Jahr. Noch besser werden müsse der Probenbesuch. "Richtig in die Instrumente blasen sollen die Jungmusiker, erst dann kann man eingreifen und korrigieren", so Peter Wojciechowski. Auch bei den Großveranstaltungen leisteten die Musiker Hervorragendes. "Schön ist, dass die Jungmusiker in die Kapelle integriert sind. Sie sind wichtig und werden gebraucht", stellte Constantin Freiberg fest.
Heuer stehen schon einige Termine fest, hierzu gehören: Blasmusik Open Air am 19. Juni in Hetzlos, Sternmarsch beim Musikverein Frankenbrunn Anfang Juli, Brunnenfest am 12./13. Juli, Wald- und Holztag am 21. September, Oktoberfest bei den Fleischsängern in Frankfurt, Weihnachtskonzert an Heiligabend.
Dankesworte hatte auch Katrin Schießer parat. Organisatorisch und verwaltungstechnisch laufe alles gut ab im Verein. Sie lobte die Arbeit von Schriftführerin Ulla Halbig und Kassierin Sara Schönhardt: "Ihr macht mit euren Stellvertretern Christoph Krampert und Elena Weinert eine Super-Arbeit." Der Vorstand wurde entlastet.
Um die Ausbildung des Nachwuchses ging es in dem Bericht von Herbert Wehner. Im vergangenen Herbst konnten vier Neueinsteiger gewonnen werden. "Sie haben nun mit der Ausbildung, die sich recht vielversprechend gestaltet, begonnen", unterstrich Wehner. Bürgermeister Gotthard Schlereth lobte: "Musik ist ein verbindendes Element und ihr seid Botschafter der Gemeinde."

"Guter Verbindungsoffizier"

Er stellte auch die hervorragende Eigenleistung beim Bau des Musikheimes heraus. Die Entscheidung für Hassenbach sei richtig gewesen, zumal es mit dem Hassenbacher Nicky Wiegand einen guten "Verbindungsoffizier" gebe. Die Zusammenarbeit mit der Marktgemeinde habe bisher gut geklappt.