Der Konflikt und die Entscheidung über den Balkonanbau war an das Ende der Sitzung gelegt worden. Im vergangenen Jahr war in einer Mitgliederversammlung festgelegt worden, dass zu den von der Gemeinde in Planungsauftrag gegebenen Varianten in nördliche Richtung eine weitere nach Westen geprüft werden soll. Der Vorsitzende stellte die bisherigen und die neue Variante vor, die sich nach seiner Vorlage preislich deutlich unterschieden. Die größte Gemeindevariante war fast doppelt so teuer wie die neue West-Variante. In einer sehr emotionalen Diskussion wurden die Alternativen kritisch betrachtet. Bürgermeister Franz Büttner favorisierte die Variante Richtung Norden zum Sportplatz hin.

Kosten von 20 000 Euro

In der Debatte wurde klar, dass eine gastronomische Nutzung des Obergeschosses nur mit dem Anbau eines Notausganges machbar ist. Die Versammlung entschied zunächst, dass man die Gastronomiegenehmigung erhalten wolle. Nachdem für eine neue Planung weitere Kosten für Planung, Genehmigung und Gutachten anfallen würden, und der Bürgermeister den Zuschuss der Gemeinde in Höhe von 30 Prozent der Kosten an die ursprüngliche Planung gebunden hatte, war die Entscheidung in die von ihm bevorzugte Richtung geleitet. Mit 32 zu 17 Stimmen wurde der Balkonanbau Richtung Sportplatz genehmigt. Die veranschlagten Kosten liegen hier bei rund 20 000 Euro.

Anschließend entschied sich die Versammlung für den Einbau eine Schwingbodens in den Mehrzweckraum, damit dieser zukünftig besser genutzt werden kann. Die Kosten hierfür liegen bei etwa 8000 Euro.

Prävention mit Übungsstunden

Vorsitzender Rudi Weik hatte schon zuvor gesagt, dass der Verein einen leichten Mitgliederrückgang zu verzeichnen habe, mit 767 eingetragen Mitgliedern aber immer noch der größte Verein im Weindorf sei. In den Abteilungen werde ein umfangreiches Angebot an Breitensport geboten. Neu seien Übungsstunden unter dem Motto "Prävention Sport pro Gesundheit". Weik zeigte sich erfreut über das Engagement der Helfer, die zum Erfolg der Großveranstaltungen beigetragen hätten. Josef Späth, der nach 29 Jahren die Leitung des Weinstandes beim Weinfest abgeben möchte, erhielt ein Geschenk.

Sorge bereitet dem Vorstand der wenig sorgsame Umgang mit Vereins- und Gemeindeeigentum. Hier würden immer wieder Schäden festgestellt. Der Verein müsse die Kosten tragen. Weik forderte die Mitglieder auf, den behördlichen Auflagen hinsichtlich des Schallschutzes zu folgen.

Überrascht war die Versammlung doch, als alle Frauen im Vorstand die Niederlegung ihrer Ämter verkündeten. Schatzmeisterin Katrin Vollert gab berufliche Gründe an. Ilona Gößmann-Schmitt trat als Schriftführerin zurück und gab als einen der Gründe an, dass sie als auf dem Sportgelände anwesendes Vorstandsmitglied vom Landratsamt für das Fehlverhalten eines Mitglieds verantwortlich gemacht worden sei. Bestehende Auflagen und Vorschriften der Behörde seien missachtet worden und hätten den Nachbarn provoziert. Schatzmeisterin Karin Schmitt sagte, dass sie sich alleingelassen fühle, und trat nach 13 Jahren im Vorstand ebenfalls zurück. Alle erklärten sich bereit, die Aufgaben befristet bis zur Neuwahl oder Übergabe wahrzunehmen.

Marathon war großer Erfolg

Es folgen die Berichte der einzelnen Abteilungen. Für die Leichtathletik ging Roland Kühnlein unter anderem auf den Saaletalmarathon ein, der mit rund 600 Teilnehmern ein grandioser Erfolg gewesen sei. Bernhard Gößmann-Schmitt machte als Verantwortlicher des Orgateams deutlich, dass der Lauf ein hervorragendes Werbemedium auf regionaler und überregionaler Ebene gewesen sei.

Nachdem der Sportverein im vergangenen Jahr keine Weihnachtsfeier ausgerichtet hatte, bei der die Sportler des Jahres ihre Ehrung erhielten, wurde dies in der Mitgliederversammlung nachgeholt. Als Sportler des Jahres 2013 wurden aus dem Jugendbereich Justus Jaksch und Emil Muthig geehrt. Bei den Erwachsenen fiel die Wahl auf Jan Gawlik. Bei den Mannschaften wurden die Damenfußballmannschaft und die 1. Tennismannschaft gekürt.

Schließlich wurden Ehrungen für langjährige Mitgliedschaft vorgenommen. Seit 40 Jahren dabei sind: Anita Büttner, Edith Enzinger, Karlheinz Kaiser, Irmgard Kühnlein, Herbert Liebenstein, Heribert Müller, Ignaz Simon, Reinhard Simon, Ansgar Söder und Dieter Wüscher. Für 25-jährige Treue ausgezeichnet wurden Anna Distler, Tino Feichtinger, Thomas Fuchs, Alexandra Grau, Frank Greu bel, Heiko Greubel, Margot Gärtner, Dieter Hofmann, Christa Kaufmann, Marlene Kojah, Thorsten Kühnlein, Helga Mantel, Petra Metzler, Ingeborg Müller, Paula Neder, Annette Sixt, Elisabeth Stäblein, Elisabeth Unsleber, Isabella Wahler, Siegfried Waigand und Karina Scheuring.