Die Teilnehmerzahlen beim traditionellen Waldlauf "Jakob Kaiser zum Gedächtnis" stagnieren - wenn auch auf relativ hohem Niveau. Das ist nicht zuletzt der erfreulich guten Beteiligung von Sportlern der Bundespolizei und der Bundeswehr zu verdanken.

Insgesamt 153 Läuferinnen und Läufer - einschließlich Kinder und Senioren - traten in den acht Wettkampfkategorien an, die noch einmal in Altersklassen unterteilt waren. Außerhalb des Klassements konnten die Hobby-Sportler in vier verkürzten Runden ihre Kondition testen. Die angebotenen Strecken waren zwischen gut einem und knapp sechs Kilometer lang.

Allein 43 Bundespolizisten

Es stimmt ein bisschen nachdenklich, wenn allein die Bundespolizei 43 und das Bundeswehr-VN-Ausbildungszentrum zehn Läuferinnen und Läufer stellen. Ohne sie blieben gerade mal 100 Teilnehmer übrig. Die gehörten zwar meist der veranstaltenden TV/DJK-Leichtathletik-Abteilung und den "Tausendfüßlern" an, waren aber doch mit Athleten von Gemünden bis Bad Kissingen und Bad Brückenau "aufgefüttert".

Was sind die Gründe für die schwächer gewordene heimische Beteiligung? Der Leiter der TV/DJK-DJK-Leichtathletik-Abteilung , Paul Fella, vermutet: "Es gibt inzwischen viele solcher Läufe, und nicht jeder Langstreckler geht zu jedem Lauf. Und es gibt offensichtlich zu wenig Kinder, die sich an solchen Sportveranstaltungen beteiligen." Künftig müssten sich die Veranstalter wohl mit geringeren Teilnehmerzahlen begnügen. "Wir sind aber immer noch zufrieden", unterstreicht Fella.

Die erreichten Zeiten konnten sich auf jeden Fall sehen lassen. Beim Lauf der Jüngsten (bis neun Jahre) siegte bei den Buben Nicolas Gößmann-Schmitt in 4:14 Minuten, bei den Mädchen Henriette Haase in 4:55 Minuten. Pia Schärpf und Josefa Mihm heißen die Gewinnerinnen bei der weiblichen Jugend W 12 und W 13. Den Lauf der elf- und zwölfjährigen Kinder entschieden Moritz Pröschl, Linda Seifried und Elisa Eich für sich. Bei der männlichen und weiblichen Jugend U13/U14 hatten Elias Bergander und Fabio Hugo sowie Yannik Zeier die Nase vorne. Johanna Witschel lieferte bei der weiblichen Jugend U 18 mit 10:13 Minuten ein respektable Leistung ab und verwies ihre Konkurrentinnen von der Bundespolizei auf die Plätze. In den Altersklassen männliche Jugend U 18 und U 20 gingen Ferdinand Mihm (SV Diebach) und Felix Hockgeiger (TV/DJK Hammelburg) als Sieger durchs Ziel.

Bei den Frauen und den Männern, die beide eine Stecke von fast 6000 Meter zu bewältigen hatten, zog die Bundespolizei ihre Trümpfe. Bei den Frauen konnte sich Anne-Katrin Hinze in 26:39 Minuten vor drei Kameradinnen behaupten. Die Seniorinnen hatten ihre Siegerinnen in Carmen Haberland (Tausendfüßler), Isolde Schramm und Edith Schmitt. Auch bei den Männern lag mit Vincent Keller ein Läufer der Bundespolizei in 21:34 Minuten souverän in Front. Ihn konnte nur Markus Unsleber von den Tausendfüßlern mit der Tagesbestzeit von 19:40 Minuten schlagen, der in der Klasse Senioren M 35 startete.

Bei den Senioren M 30 konnten Markus Reuter (Laufgruppe Tausendfüßler), in der Klasse M 40 Frank Schwehla (TV Bad Brückenau), in der Kategorie M 45 Jochen Zeier (Sinntalläufer) sowie bei den Senioren M 50 Rainer Steinmetz (DJK Wülfershausen) die Siege mit nach Hause nehmen. Die ersten Plätze in den Seniorenklassen M 55, M 60 und M 65 belegten Hermann Nätscher (Tausendfüßler), Martin Amtmann (TSV Bad Kissingen) und Günther Straub (TSV Münnerstadt).