Fasching in Franken verpasst? Kein Problem: Sulzthal kann nämlich auch Fasching. "Ihr habt heute Abend hier in der prächtig geschmückten Mehrzweckhalle von Sulzthal Auftritte gesehen, die absolut sehenswert waren", betonte Holger Leikam, vom Fastnachtsverband Franken. Sitzungspräsident Stefan Mende, die Aktiven des Abends und die zahlreichen Besucher stimmten begeistert zu. Die Sitzung begann mit einem Aufruf: Sitzungspräsident Mende erklärte, dass es keine Kappenabende mehr in Sulzthal geben werde, wenn nicht bis 22 Uhr der berühmte "Weinbömbel" der "Sulzler Fosenocht" zurückgegeben wird. Wie ein roter Faden zog sich daraufhin die Suche durch den Abend. Sogar einen Einsatz gab es: die "Sunshine Girls und Boys " stürmten als Sonderkommando die Halle.

Der "Ritzelfuchs" ist mit dabei

Ohne große Verschnaufpause tauchte ganz überraschend eine Sulzthaler Rarität auf. Der "Ritzelfuchs" (Klaus Keller) ein ganz seltenes Tier, eigentlich eine Weltsensation. Er berichtete von seinen Erlebnissen bei einem Grenzgang, ermahnte Fahrradfahrer, immer nur mit Helm zu fahren und schlug vor, wie man künftig am Dorfplatzbackofen backen könnte, ohne dass das Brot schwarz wird.

Anschließend nahm die Hammelburger Schloßgarde das begeisterte Publikum mit auf eine Reise nach Las Vegas. Mehr als 20 Tänzerinnen zeigten, was man in einer Nacht im Casino so alles erleben kann. Elvis Presley durfte natürlich nicht fehlen.

Nun wurde es ernster, eine Lektion im Sulzthaler Dialekt stand an. Gerhard Halbig als "das Herrle", seine Tochter Anna Lena als Therapeutin und Tochter Constanze als das "Bachiezele" (ungezogenes Kind) verstanden es, dem Publikum mit Humor "sulzlerisch" näher zu bringen. Vom Weltbauer, dem "Hunnich" , "Rärogga (ein besonderes Hochzeitsgeschenk) und dem"Glumbekas" (der gemeine Quark) war die Rede.

Noch vor der Pause entführte die Sulzthaler Tanzgarde das gutgelaunte Publikum in die 80er Jahre. Zum Stargast des Abends wurde "Tina Turner" (Jürgen Schneider), mit ihrem überzeugenden Auftritt.

Tatortteam im Einsatz

Die Suche nach dem "Weinbömbel" übernahm nun das Sulzthaler "Tatortteam". Nach wilder Verfolgungsjagd den Sulzthaler Berg hinauf, festgehalten in einem Film nach Tatortmanier, konnte der Täter in einem Sulzthaler Waldgebiet dingfest gemacht werden. Der Täter, auch bekannt als der frühere Sitzungspräsident, hatte anscheinend Heimweh nach seinem alten "Weinbömbel". Wichtiger aber war die Botschaft, dass die Kappenabende weitergehen. Ein ganz besonderes Vergnügen war der letzte Auftritt der Sulzler Dorfmusik. Das Publikum dankte mit großem Applaus. Als Zugabe gab es Highlights aus den Auftritten der vergangenen zwölf Jahre. Als "ein Juwel der Sulzler Fosenocht" würdigte der Sitzungspräsident die Auftritte der Gruppe.

Mit ihrer tänzerischen Leistung überzeugten danach die Prinzengarde aus Gauaschach gefolgt von den "Blauen Brüdern", dem Männerballett. Zwei Urgesteine des Sulzler Faschings, Uwe Bindrum und Jochen Hesselbach, warben für ein neues Immobilien-Spiel, "Sulzopoly" genannt.

Ein Höhepunkt zum Schluss war der Auftritt der Sulzler Show Tanz Gruppe. Die Zuschauer durften dabei nochmals eine große Reise machen. Es ging nach Afrika in die Savanne zu den wilden Tieren. Die Tänzerinnen zeigten in wunderschönen Tierkostümen, nach der Musik aus König der Löwen, ein farbenfrohes Spektakel. Das Publikum dankte mit begeistertem Applaus.