Pünktlich zum 11. 11. startete die Untererthaler Karnevals-Gesellschaft (UKG) in die Faschingssession 2014 / 2015. Gesellschafts-Präsidentin Sandra Lenhard begrüßte die Narrenschar im vollen Sportheim. Sie nahm es gelassen hin, dass das neue Prinzenpaar Maika I und Christian II nicht persönlich erscheinen konnte.
"Irgendwas fehlt doch immer", scherzte Lenhard. Waren es im Vorjahr die zu spät gelieferten Orden, so sei es heuer das Prinzenpaar, das zurzeit noch in seinem Wohnsitz Berlin verweile. "Wir haben 37 in Frage kommende Paare gefragt", schilderte Lenhard die große Mühe, überhaupt ein neues Prinzenpaar zu finden. Maika Wüscher und Christian Brugner seien auch im richtigen Leben ein Paar. Auf einem Kreuzfahrtschiff, wo beide ihren Beruf ausüben, hätten Maika und Christian sich bei Grönland kennen gelernt. Jetzt sandten sie einen lustigen Videostreifen als Gruß.

Ein Puzzle-Orden

Ein optisches Puzzle ist der heuer pünktlich gelieferte Sessionsorden der UKG. Der stellt die Garden, die Bütt, den Elferrat und den Hinweis "UKG 2015" auf vier bunten Themenfeldern dar. Auch das neue Mitglied des Elferrates, Nadine Moutschka, reihte sich in die Schlange der Ordensempfänger ein. Jetzt sind 15 Männer und 18 Frauen in diesem Gremium, das rein rechnerisch mittlerweile 33er-Rat heißen müsste. Die scheidende Prinzessin Daria I blickte voller Wehmut auf ihre abgelaufene Amtszeit zurück: "Es war schön, ich habe viel Menschlichkeit genossen, und der Fasching hatte mich voll im Griff".

Viel Staub geschluckt

In ihrer Rückschau erinnerte Lenhard an Aktionen im Gewerbepark, an den Federweißenabend und an die noch laufende Sanierung der Alten Schule. "Vor allem unsere UKG-Frauen halfen mit, den alten Putz von den Wänden zu schlagen", schilderte die Gesellschafts-Präsidentin. Da sei auch viel Staub geschluckt worden. Einen lebendigen Eindruck über die Tanzgarden gab es in der Erthalhalle.
Dort zeigten nicht nur die Jugend- und die Prinzengarde ihr Können, sondern auch das Tanzmariechen Hanna Pusch. "Ohne eisernes Training, mindestens einmal wöchentlich, geht da gar nichts", sagen die Tänzerinnen. "Ich muss noch mehr als die anderen trainieren", bestätigt Hanna. Denn Kondition und Gelenkigkeit kämen nicht von selbst sondern müssten hart erarbeitet werden.
"Heute ist es mein letzter Auftritt bei der UKG, die mir echt ans Herz gewachsen ist", wies Karl Heinz Kopp auf sein baldiges Ausscheiden als Repräsentant des Dachverbandes "Föderation Europäischer Narren" (FEN) hin.

Orden für verdiente Narren

Doch zuvor gab es noch rund ein Dutzend Orden für verdiente Narren der UKG aus seiner Hand. Der FEN-Jahresorden ging an Simone Koch und Roswitha Fischer. Die Auszeichnung Jugend-Narr in Silber erhielten Paula Betz, Felicitas Blum und Anna-Lena Helm. Der Europanarr in Bronze ging an Kerstin Beck, Vanessa Lutz, Dennis Renninger und Lorenz Brust. Gabriele Englert-Tietz, Gerald Tietz und Bettina Hügel erhielten den silbernen Europanarren.
"Der organisierte Fasching ist harte Arbeit", würdigte Holger Leikam vom Fastnachts-Verband Franken (FVF) Karin Röthlein und Thomas Röder mit dem FVF-Sessionsorden.