Das restliche Geld spendeten Hans-Josef Fell und Annemarie Fell, Geschäftsführerin der HSG, an die "Afrike Hilfe Franken". Reinhard Beichel konnte für den Verein so 1000 Euro in Empfang nehmen.

Der Betrag ist der Reste, der nach der Ausschüttung an die Gesellschafter noch übrig geblieben ist, wie Hans-Josef Fell erklärte. Die Gesellschafterversammlung hatte entschieden diesen an die "Afrike Hilfe Franken" zu spenden.

Der Verein kann die Unterstützung gut gebrauchen, da er derzeit einen neuen, zweiten Kindergarten in Afrika baut. Mit der Spende schließt sich für die HSG gewissermaßen der Kreis. "Der Grundgedanke vor mehr als 20 Jahren war, dass man zunächst in den Industriestaaten in Fotovoltaik investieren muss, damit die Technik billiger wird", sagte Hans-Josef Fell. Fotovoltaik sei nicht nur ein Hoffnungsträger gegen Klimawandel und Atomenergie gewesen, sondern auch im Kampf gegen Armut.

Beichel berichtete, dass an den vom Verein gebauten Brunnen Solartechnik einsetzt wird und bereits auf dem bisherigen Kindergarten Panels zu finden sind. Nun soll auch die von der "Afrike Hilfe Franken" unterstützte Schule mit Fotovoltaik ausgestattet werden - neben dem Bau des zweiten Kindergartens und eines weiteren Brunnens das dritte aktuelle Vorhaben des Vereins.

An Hütten seien immer wieder Solarzellen zu sehen, die Strom für die Beleuchtung lieferten, erwähnte Reinhard Beichel aus seinen Afrika-Erfahrungen. Und in der Stadt gebe es solarbetriebene Ladestationen für Mobiltelefone. Reinhard Beichel begleitet die Projekte des Hilfsvereins. Er fliegt jedes Jahr mindestens einmal nach Afrika, das nächste Mal wieder Mitte Januar.

"Solarstrom ist die billigste Form der Stromerzeugung", betonte Hans-Josef Fell. Den Erfolg der erneuerbaren Energien sehe man unter anderem in Afrika. Für Hans-Josef Fell hat Fotovoltaik noch weiteres Potenzial Entwicklung in armen Ländern zu fördern, wenn sie in größere Kreisläufe eingebunden wird. So könnten Fotovoltaikpanels zur Beschattung und Begrünung von Flächen genutzt werden, während mit dem Strom zum Beispiel Wasser entsalzt werden kann. Außerdem bilde sich auf den Zellen in kühlen Nächten Kondenswasser, das aufgefangen werden könne.

Die HSG wurde 1994 auf Initiative von Hans-Josef Fell gegründet. Die Gesellschaft sammelte Kpital, um in Fotovoltaik zu investieren und die damals noch junge Technik anzuschieben. Die HSG baute in Hammelburg Solarmodule auf privaten Dächern, auf dem Parkdeck und auf dem Vinzenz-Koch-Haus. Nach 20 Jahren, der Laufzeit der kostendeckenden Vergütung, löste die HSG sich nun auf. Die Solarmodule sind an die Dacheigentümer übergegangen.

Im Februar gab es eine Feier zum Ende der Gesellschaft. Die Spendenübergabe war jetzt der letzte Akt, wie Hans-Josef Fell meinte.