Über 300 Gläubige kamen an Allerheiligen auf den Friedhof. Edwin Metzler hielt den Wortgottesdienst in der Dorfkirche St. Vitus und segnete im Anschluss die Gräber mit Wasser aus dem Jordan in Israel. "Mittlerweile gibt es schon 18 Urnengräber", erklärte Metzler.

Seit der Umgestaltung des Friedhofs können die Urnen auch in der Erde bestattet werden, zuvor war das nur in Wandnischen möglich. Ein aufgelassenes Doppelgrab zum Beispiel beinhaltet laut Metzler jetzt fünf neue Urnengräber. Ferner wies er auf die gelungene Brunnenplanung mit kurzen Wegen hin: "Behinderte mit Rollator haben nun keine Probleme, sich auf den verschiedenen Ebenen der Grabreihen zu bewegen."

Meine volle Anerkennung

Bei der anschließenden Infoveranstaltung in der alten Schule lobte Besucherin Julie Späth: "Die Sanierung findet meine volle Anerkennung. Es ist schön geworden." Zufrieden mit dem Projekt zeigte sich auch Heribert Müller: "Das Preis-Leistungsverhältnis ist in Ordnung." Ernst Ziegler nannte die Sanierung "grundsolide und lange haltbar." Anton Deiser sprach von einer "qualitativ hochwertigen Sanierung, in der viel Handarbeit steckt." Und Musikant Winfried Söder, der zusammen mit weiteren Aktiven der Schoppenbläser den musikalischen Rahmen gestaltete, erklärte "Auf einem so schönen Friedhof haben wir gerne gespielt."

"Ungünstig für Rollstuhlfahrer"

Gemeinderat Erich Krebs hatte nur einen Punkt zu monieren: "Die Treppenanlage in der Friedhofsmitte finde ich ungünstig für Rollstuhlfahrer, weil sie einen Umweg zwischen Aussegnungshalle und den unterhalb gelegenen Gräberetagen fahren müssen." Doch im Großen und Ganzen sei die Sanierung hervorragend gelungen.

"Es ist sein Geld wert", sprach Krebs von solider Bauweise, die bestimmt Jahrzehnte lang halte. Auch Ratskollege Bernhard Stark stellte sich voll und ganz hinter das Projekt: "Es war zwar teuer, aber ich bin zufrieden mit der Sanierung."

Der Ramsthaler Bürgermeister Franz Büttner erinnerte in seiner Ansprache an die Gründe für das Projekt: "Die immer größer werdende Nachfrage der Bevölkerung nach Erdurnengräbern sowie die maroden Gehwege und Treppenanlagen haben den Gemeinderat, veranlasst, unseren Friedhof umzugestalten."

In mehreren Abschnitten erfolgte die rund 440.000 Euro teure Sanierung, die erfreulicherweise um 60.000 Euro unter der anfänglichen Kostenschätzung liege. "Trotz schwieriger Hanglage und Topographie wurden behindertengerechte und barrierefreie Zugänge ermöglicht", freute sich Büttner.