Im Rahmen der Innerortsentwicklung wird es in Thulba größere Veränderungen geben. Vom Ingenieurbüro Johannes Hahn, Bad Kissingen, wurden bereits entsprechende Vorschläge erarbeitet. Es könnte sein, dass im Rahmen dieser Maßnahmen auch Grundstücksveränderungen bzw. -erwerbe notwendig werden. Deshalb beriet der Gemeinderat auch über den Erlass einer Vorverkaufssatzung. Sie soll nahezu den gesamten Bereich südlich der Staatsstraße umfassen. Dort soll nicht nur der Altort mit einbezogen werden, sondern auch Grünbereiche im Umfeld. Die neue Satzung wird nach ihrer Erstellung mit den Planungen im Rathaus zur Einsicht aufgelegt.

Beitragssatzung verabschiedet

Einstimmig akzeptiert wurde in der Sitzung die Beitragsordnung des Vereins "Allianz Fränkisches Saaletal". Die Mitgliedsbeiträge sind in einem Grundbetrag und einem einwohnerbezogenen Betrag aufgegliedert. Auf Oberthulba kommen demnach jährliche Kosten folgender Höhen zu: Grundbetrag 1777,78 Euro (dieser Betrag ist für alle beteiligten Kommunen gleich). Beim einwohnerbezogenen Betrag sind es für Oberthulba, errechnet nach den am Jahresende festgestellten 5018 Einwohnern, 2912,36 Euro. Über diese Summe hinaus kommen einmalig für das Jahr 2015 je Einwohner 50 Cent, macht bei Oberthulba 2509 Euro, hinzu. Dieser Betrag ist für die Anstellung eines Allianz-Managers festgelegt. Einstimmig beschlossen die Räte, dass Holger Fröhlich dem Rechnungsprüfungsausschuss der Allianz angehören soll.
Zugestimmt wurde der Sanierung eines Straßeneinlaufes in der Neuwirtshauser Straße (Nähe Forsthaus) in Reith. Der Auftrag für 8557 Euro ging an die Firma August Ullrich GmbH in Elfershausen. Thomas Kirchner von der Bauverwaltung erläuterte die Maßnahme.

Neue Unterstellhalle

Kirchner nahm auch Bezug zur geplanten Unterstellhalle in der Straße Schläglein in Schlimpfhof. Eine ursprünglich geplante Standardlösung sei aufgrund des Straßengefälles nicht möglich. Deshalb musste eine Ausschreibung erfolgen. Der Auftrag für die Erstellung der Halle geht an die Firma Metallbau Geiling, Oberthulba, für 5224 Euro.
Ausgetauscht werden muss ein verbrauchter Ton-Brennofen in der Volksschule Thulbatal in Oberthulba. Der Auftrag für die Lieferung des neuen Ofens ging an die Firma Keramik Kraft aus Diepersdorf bei Nürnberg für 5639 Euro. In diesem Zusammenhang wies der Bürgermeister auf die große Ton-Geschichte von Oberthulba hin. Viele wertvolle Töpfe und Geschichtsunterlagen aus dieser Zeit befinden sich in Museen (auch im neuen Heimatmuseum in Hassenbach, siehe Bild).
Der Reither Ortsbeauftragte Frank Sieg stellte Ideen für die Verbesserungen der Ruhezone an der alten, denkmalgeschützten Eiche vor, die von der Bevölkerung an ihn herangetragen worden waren. Der Baum und das Ruhegebiet sollen noch mehr geschützt werden. Dazu müssten auch benachbarte Wege zum Wald hin verändert werden. Auch hätte man gern einen neuen Wanderweg, der das neue Biotop mit einbindet. Sieg stellt sich auch eine Veränderung bei den dort vorhanden Holzlagerplätzen, sie seien illegal, vor. Die Neuanlage eines Holzplatzes gehe nicht ohne Kostenbeteiligung der Nutzer, erklärte der Bürgermeister Gotthard Schlereth. Bevor der Marktgemeinderat berät und Entscheidungen trifft, müssten allerdings Planungen, Konzepte und Kosten vorliegen, war zu hören. Sieg sagte auch Eigenleistungen der Reither Bürger zu. Zu Beginn der Sitzung dankte der Bürgermeister im Namen der Kriegsgräberfürsorge einigen Ortsbürgern, die gesammelt hatten. Johannes Kunder in Hetzlos, Paula Kirchner, Schlimpfhof, sowie Christopher Meindl und Rico Weigand aus Thulba.