Eine Premiere in Sachen Trödelmarkt gab es am Sonntag auf dem Sportplatzgelände in Langendorf. Knapp 30 Aussteller, darunter die meisten vom heimischen Sportverein, boten ihre Schätze aus Keller und Dachböden an.
"Wir haben mehr Besucher erwartet", sagt Rudi Mika. Der Beisitzer des SV Langendorf hatte sich zusammen mit etlichen Helfern um die Organisation der Veranstaltung gekümmert. "Wir wollten mal was anderes tun als nur Sportveranstaltungen zu veranstalten", erzählt Mika von der Idee aus den Reihen der Sportler und vor allem seiner Lebensgefährtin Marion Rehbein. Der ansässige Kindergarten klinkte sich ein und bot Kaffee und Kuchen im Sportheim. Draußen roch es nach Grillwürstchen.

Platz für 28 Stände

"Ursprünglich dachte Marion an einen Hofflohmarkt nach Vorbild vom Nachbardorf Westheim", erzählt Mika. Also gewissermaßen als Flohmarktmeile längs der Langendorfer Ortsdurchfahrt. Mika hatte aber Bedenken, dass der Langendorfer Trödelmarkt als einfallslose Kopie von Westheim gewertet würde. Also landete dieses Ereignis auf der Strecke zwischen Sportheim und Fußballplatz. Lang genug für die 28 Stände und jede Menge Besucher. Doch wo blieben die Mengen?
Am Vormittag waren die meisten Besucher vorbei gekommen, während in der Nachmittagshitze sich der Besucherstrom immer mehr ausdünnte. Dies berichteten die Betreiber der Stände. Trotzdem war die Stimmung gut, denn die Begegnung mit Leuten und interessante Gespräche waren wichtige Elemente auf dem Trödelmarkt.

Positive Resonanz

"Wenn wir diese Veranstaltung nur mit dem Rechenstift beurteilen würden, dann wären manche Aussteller besser daheim geblieben", sagt eine Standbetreiberin aus Bad Brückenau. Auch aus Detter, Bad Kissingen, Hammelburg sowie aus den Nachbar-Landkreisen Main-Spessart, Rhön-Grabfeld und Schweinfurt waren Anbieter angereist. Mehr als die Hälfte war aber vom heimischen SV, der zurzeit ca. 500 Mitglieder zählt.
"Rund acht Wochen organisatorische Vorbereitungsarbeit stecken in diesem Trödelmarkt", bestätigt Mika. Die Resonanz aus dem heimischen Dorf sei recht positiv gewesen. "Wir hatten ein Problem mit der Publikation", sagt Mika. Zeitungsanzeigen seien geschaltet und der Termin in den Vorschauen platziert worden. "Darauf hin kamen Rückmeldungen", so Mika. Resonanzen über Facebook hingegen seien ausgeblieben.

Mundpropaganda und Schilder

Viele Leute hätten sich aufgrund der Mundpropaganda gemeldet. Geholfen hätten offensichtlich auch die Hinweisschilder auf der Bundesstraße.
Im kommenden Jahr soll es wieder einen Trödelmarkt geben, wünschten sich viele Aussteller und waren mit ihren Herzen dabei. Mit dem Ereignis Trödelmarkt war Mika trotzdem zufrieden.