Die Gemeinde Frankenbrunn ist vor 875 Jahren erstmals urkundlich erwähnt worden. Das soll heuer am Wochenende 16. und 17. Juli gefeiert werden. Die Gewinne aus dem Dorffest werden der Anschaffung einer neuen Michaelsfigur für die Michaels-Kapelle zufließen, gab Ortsbeauftragter Torsten Büchner bekannt. Im Gasthaus Grüner Baum trafen sich die Anwohner zur jährlichen Bürgerversammlung.


Ideen für Umgestaltung

"Diese Michaels-Kapelle ist Gründungsstätte der Pfarreiengemeinschaft St. Michael im Thulbatal und kann in zwei Jahren ihr 300-jähriges Jubiläum feiern", bestätigte Bürgermeister Gotthard Schlereth. Kürzliche Untersuchungen der Bausubstanz einschließlich Dachstuhl hätten allgemein einen guten Zustand erkennen lassen. Allerdings seien einige Bleche und Ziegel zu erneuern. "Und an der Außenwand platzt immer wieder was ab, was bei so alten Gebäuden durchaus vorkommen kann", so Schlereth. Der Zustand des Innenraumes sei zufriedenstellend.
Nicht nur der Patron St. Michael, sondern auch das an der nördlichen Außenwand hängende Missionskreuz aus den 50er Jahren geriet in das Blickfeld der Frankenbrunner. Sie hätten schon Vorschläge für eine Umgestaltung des Außenbereichs rund um die Kapelle bei ihm eingereicht und Eigenleistungen in Aussicht gestellt, bestätigte Schlereth.


Leider zugesperrt

"Leider ist diese Kapelle für den Besucher zugesperrt", bedauerte ein Zuhörer. Nur zu Hochzeiten und Taufen würde sich die Türe öffnen. "Der Markt Oberthulba ist Eigentümer und demzufolge hat er die Verkehrs-Sicherungspflicht", antwortete Schlereth. Bei ständig offener Kapelle bräuchte man nämlich eine Person, die sich entsprechend kümmert. "Es bleibt abzuwarten, ob das machbar ist", meinte Schlereth. Ähnlich sei es mit der Freyden-Kapelle in Oberthulba. Weiterhin interessierte es die Frankenbrunner, wie die freiwilligen Beiträge der Vereine zu den Faschingsveranstaltungen der ÖFG verwendet werden. "Die Vereine zahlen traditionell gerne etwas, damit die Senioren feiern können", erklärte Rätin Margot Schottdorf. Auch die Marktgemeinde steuere für diesen guten Zweck bei, sprach Schlereth von heuer 1500 Euro.


Durchfahrverbot

Trotz Beschilderung werde das Durchfahrverbot in der Forststraße häufig missachtet, meldete ein Anwohner. "Wir haben seinerzeit für die Anliegerstraße bezahlt", machte geltend. Man interessierte sich weiterhin für die baulichen Maßnahmen in Oberthulba und allgemein für die unterirdische Verlegung von Stromtrassen.