Am Wochenende war die Trimburg fest in der Hand der Reservisten. Vorsitzender Gerhard Vollmuth erinnerte beim Kommersabend an die Anfangszeit der Kameradschaft Machtilshausen im Jahr 1976.

"Im Gründungsjahr fand ein schneidiger Offizier namens Franz Sennfelder den Weg nach Machtilshausen, um mit den Kameraden Peter Geßner, Ludwig Gaß, Helmut Rohner, Rudi Dees, Georg Zier, Franz Peter Wolf, Burkhard Fenn sowie mit den Förderern Peter Eichborn, Gerold Remling und Herbert Barisch dort die Reservisten-Kameradschaft zu gründen", erklärte Vollmuth. Das Startkapital zur Vereinsgründung sei den Gewinnen aus vorangegangenen Kartenspielen entnommen worden.

Dass die Geschichte der Reservisten aus Machtilshausen schließlich auch eine überregionale Erfolgsgeschichte wurde, das sei dem eisernen Willen und dem konsequenten Training seiner Kameraden zu verdanken, sagte Vollmuth. Denn in den Anfangsjahren beschränkte man sich lediglich auf Fußballspiele, Faschingsveranstaltungen und die Pflege des Kriegerdenkmals.

Aber als in den beginnenden 1980er Jahren die Mitgliederanzahl die 120er Marke überstieg, da sei eine Patenschaft mit der Bundeswehr entstanden. "Von da an nahmen wir an militärischen Wettkämpfen wie Schießen und Patrouillieren teil",berichtete Vollmuth. Er fügte sogleich an: "Auf Kreis- und Bezirksebene war die Reservisten-Kameradschaft Machtilshausen bald nicht mehr zu schlagen." Der Höhepunkt bei den Wettkämpfen war der Bundessieg im Jahre 1992.

Auch in den folgenden Jahren standen die Reservisten aus Machtilshausen auf dem Siegertreppchen. Erinnerungsfotos aus diesen Zeiten zeigte Jürgen Brettschneider, Kassierer und ehemaliger Schriftführer der Kameradschaft, in einer umfangreichen Präsentation.

Auch an die Patenschaft mit der Reservisten-Kameradschaft Schwebenried wurde erinnert. Oder an den Umbau der alten Schule zum Vereinsheim. Und es gab jede Menge Fotos von den Wettkämpfen zu sehen.

Die Gründungsväter sind in die Jahre gekommen. Die Aktiven von ehedem sind heute im Seniorenalter. Als Andenken bekamen die Gründer eine nachgebildete Munition vom Kaliber 40 zum Geschenk, als Symbol für die 40 Jahre der Reservisten-Kameradschaft Machtilshausen.

"Soll die Wehrpflicht wieder eingeführt werden?", fragte der stellvertretende Landesvorsitzende Manfred Stange. Die Neuausrichtung der Bundeswehr habe Folgen für die Kameradschaften, denn es fehle an Nachwuchs.
Grüße zum Jubiläum gab es ebenso vom stellvertretenden Bezirksvorsitzenden Otto Jahresdörfer und von Bernd Steinmetz im Namen der Paten-Kameradschaft Schwebenried. Bürgermeister Karlheinz Kickuth sagte: "Die Reservisten nehmen eine wichtige Mittelstellung zwischen der Bundeswehr und den Zivilisten ein."