Der Gemeinderat will baldmöglichst wieder in das Rathaus umziehen. Architekt Thomas Ruser informierte in der Ratssitzung über einige Aspekte, für die er dem Gremium Empfehlungen vorlegte, wie zum Beispiel der Schriftzug, der das Rathaus als solches ausweist.
Dieser sollte nach Ratsmeinung über dem angebauten Eingangskomplex einen Platz finden. Direkt neben dem Eingang schlug der Planer einen Briefkasten vor, der so dimensioniert ist, dass er Wahlbriefe und größere Briefsendungen aufnehmen und diese vor Witterungsbeschädigungen oder Diebstahl schützen kann. Die Kosten für dieses Bauteil betragen rund 3000 Euro. Beide Vorschläge befürwortete der Gemeinderat. Auch für eine Teeküche mit eingebautem Kühlschrank, Doppelspüle und Oberschränken zum Preis von etwa 2400 Euro gab er grünes Licht.
Die Ausstattung mit 16 neuen Stühlen ist nach Meinung von Bernd Stöth notwendig, denn "alles neu, nur die Stühle nicht", mache keinen guten Eindruck. Sechs Modelle - vom schwenkbaren Komfortsessel zum Stückpreis von 500 Euro bis zum einfachen, preiswerten Polsterstuhl - standen dafür im Feuerwehrsaal zur Schau. Eine Entscheidung fiel nicht, da sich der Rat vor Ort von der passenden Größe und dem optischen Eindruck der Modelle im Sitzungssaal überzeugen will.


Verschiedene Bauanträge

Eine Reihe von Bauanträgen und -anfragen lagen zur Genehmigung vor, von denen der Rat die erste Anfrage komplett ablehnte. Ein ungenannter Interessent bewarb sich um ein Gewerbegrundstück, etwa 3000 Quadratmeter, auf das er ein Café bauen wolle. Der Unbekannte hielt dieses Areal für einen Autostopp von Fahrern auf der Bundesstraße 287 und der Autobahn kommend für ideal, der Gemeinderat nicht.
Keine Einwände gab es gegen die Abweichungen beim Neubau eines Einfamilienhauses mit Doppelgarage im Franziskusweg und die Errichtung einer Garage in der Oberen Dorfstraße. Mehrheitlich abgelehnt wurde dagegen der Bau einer Stützmauer zur Einfriedung eines Grundstücks im Franziskusweg.
Intel-Sat plant zwei weitere Antennen und einen Schutzraum im Feld 3 zu errichten, was zu einigen Diskussionen führte. So wollte Bernd Stöth wissen, ob es eine Grenze für die Antennenbebauung gibt. Diese sei nicht festgelegt, doch die beiden Spiegel mit einem Durchmesser von je ca. neun Metern schätzte Vize-Bürgermeister Manfred Öftring als "optisch verträglich" ein. Martin Keller fragte: "Wie sieht es in 10 oder 20 Jahren aus? Die Leute machen sich Gedanken", fügte er hinzu. Zweifel hegte er vor allem an den bisherigen Strahlungs-Messungen und schlug deshalb vor, die Gemeinde solle selbst eine Messung vornehmen lassen. Doch die Gemeinde war Auftraggeber für die Ermittlung der Strahlungsstärke, bedeutete ihm Bürgermeister Peter Hart. Gegen die Stimme von Jürgen Wittmer, stimmte der Rat den Projekt zu.
Hart informierte des weiteren über die Neustrukturierung des Tourismus in der Rhön. Der Eintritt des Landkreises in die Arbeitsgemeinschaft "Frankens Saalestück" bedingt die Umstrukturierung, denn der Kreis stellte mit Geerd Müller den personellen Teil und ist dadurch von der Verpflichtung zur Mitfinanzierung enthoben, die durch die Arbeitszeit des Koordinators ausgeglichen ist. Die Räte hatten keine Einwände.
Mit einer Verlängerung der Wasserleitung in der Zufahrt zu den Gärten will die Gemeinde ein Ärgernis aus dem Weg räumen. Wie Anlieger Matthias Stöth berichtete, komme "sechs- bis achtmal monatlich regelrecht braunes Wasser aus der Leitung". Rund 20 Meter Leitung bis nach dem Anwesen Volpert werden ausgetauscht.