Das Wasserwirtschaftsamt (WWA) setzt derzeit seine Maßnahme an der "Schrenk" um. Die Verlegung des dortigen Wildbachs dient dem Hochwasserschutz und hat die Vollsperrung der Ortszufahrt von Norden her zur Folge. Nur Anlieger und Landwirtschafts-Fahrzeuge dürfen in den nächsten Wochen die Baustelle passieren.
WWA-Mitarbeiterin Birgit Imhof erläuterte die jüngste Planung im Detail im Gemeinderat. Demnach gehen mit der Untertunnelung der Schrenk auch Leitungsverlegungen und Geländesicherungsmaßnahmen in Form von Beton gefüllten Bohrpfählen einher.


Felsiger Untergrund

Zudem ergeben sich für die ausführende Baufirma Hell (Bad Kissingen) Probleme durch den felsigen Untergrund. Gitterroste entlang des neu geschaffenen Fahrradwegs zum Kloster sollen den wenigen Nutzern die Zufahrt zu ihren Anwesen, Feldern und Wiesen sichern.
Das Projekt schlägt im Bauabschnitt I mit insgesamt knapp 1,5 Millionen Euro zu Buche. Davon trägt das Staatliche Bauamt rund 82 Prozent, das Wasserwirtschaftsamt etwa 14 Prozent. Die Gemeinde muss 3,18 Prozent übernehmen also ca. 47 000 Euro. Da sich Mehrkosten durch Baugrunduntersuchungen, die Verbauung mit Bohrpfählen, die Aushub-Entsorgung und die Verkehrsführung während der Bauzeit ergeben, muss Aura allerdings noch einmal in den Gemeindesäckel greifen. Das geplante Bauende terminierte Imhof auf die letzten Oktobertage.
Im Zusammenhang mit dieser Baumaßnahme ist die Teil-Asphaltierung der "Wildfuhr" auf einer Länge von etwa 300 Metern notwendig, die mit rund 30 000 Euro dotiert ist. Diese Kosten übernimmt ebenfalls das Staatliche Bauamt. Bei den Wassergebühren für die nächsten drei Jahre bleibt der bisherige Kubikmeter von 2,15 Euro für die Auraer Bürger stabil. Jedoch müssen sie bei den Kanalgebühren tiefer in die Tasche greifen. Diese steigen in den kommenden drei Jahren von 2,44 Euro auf 2,99 Euro je Kubikmeter, entschied das Ratsgremium.
Was das Wasser- und Kanalnetz anbelangt, wies Bürgermeister Thomas Hack auf die anstehende Sanierung der Wasserversorgung, des Kanals und des damit verbundenen Straßenbaus "Am Hahn" zwischen der "Zehnt" und der oberen Klosterfeldstraße sowie der Anfahrt der Würzburger Straße hin. Die Maßnahme, die noch mit Planer Kirchner zu besprechen ist, ist straßenausbaubeitragspflichtig und wurde vom Rat einstimmig genehmigt. Die Sanierung der Staatsstraße 2290 zwischen Aura und Euerdorf soll verschoben werden.


Gespräch mit Bauamt

Angesichts der zahlreichen Baustellen in und um den Ort meinte der Bürgermeister: "Wenn dieses Projekt jetzt auch noch hinzukommt, sind wir ja in Aura förmlich eingekesselt." Hack will deshalb das Gespräch mit dem Staatlichen Bauamt suchen, um eine zeitgleiche, weitere Baustelle zu vermeiden, was der Gemeinderat befürwortete.
Ohne Einwände passierte der Bauantrag zur Errichtung eines Einfamilienhauses in der Otto-von-Bamberg-Straße. Der Bewerber erhielt die notwendigen Freistellungen. Der Bebauungs-plansänderung des Marktes Elfershausen für das Gebiet "Trimberger Weg" gab der Rat seine Zustimmung.
Zum Sonderpreis von 6300 Euro ersteht die Gemeinde einen Schlegel-Mäher für Mulch-Zwecke, den Vize-Bürgermeister Alfred Graser bereits erprobt hat und empfehlen konnte. Eine Formalie war der Übertrag von Haushaltsresten aus dem vorigen in das laufende Jahr, was Aura jedoch einen finanziellen Vorschub bringt.