Die geschätzten Kosten sind enorm: 30 000 Euro für 300 Meter Radweg. Zwar geben die Jagdgenossen einen 50-prozentigen Zuschuss für die Maßnahme und auch ein Anlieger beteiligt sich. Dennoch gab es Vorbehalte im Gemeinderat, vor allem wegen der Kosten. Fuchsstadts Bürgermeister Peter Hart (CSU/UWG) plädiert ohnehin dafür, das Vorhaben über das Integrierte Ländliche Entwicklungskonzept (ILEK) umzusetzen.
Der Gemeinderat kam überein, erst einmal die Zuschüsse abzuklären und danach zu entscheiden. Elfershausens Bürgermeister Ludwig Neeb (CSU) schlug vor, mit der Realisierung der Maßnahme auch die Ausbesserungen an der "Fuschter Hüll", der Verbindungsstraße zwischen Langendorf und Fuchsstadt, vorzunehmen.
Die Errichtung eines Wohnmobil-Stellplatzes in Langendorf ist schon länger der Wunsch einiger Räte, insbesondere von Alfons Hausmann (CSU), der diese Idee initiierte. Nach einem Gespräch beim Landratsamt ist das Vorhaben ohne Bebauungsplanänderung möglich. "Allerdings ist ein Bauantrag einzureichen", informierte Neeb.
Verwaltungsleiter Elmar Schubert wies darauf hin, dass zunächst die Standards für das Projekt festzulegen sind. Danach sei zu entscheiden, ob der Bautechniker des Marktes, Uwe Mützel, oder ein externes Büro die Planung übernimmt. Hausmann sprach sich für die einfachste Lösung aus und bot an, mit Uwe Mützel eine Begehung vorzunehmen. Für den Stellplatz favorisiert Hausmann eine Fläche am Verbindungsweg vom Ort zur Langendorfer Mühle.
Einen Korb gab der Rat der Deutschen Telekom, die die Basistelefone in Elfershausen und Trimberg demontieren will mit der Begründung, dass die Apparate unwirtschaftlich sind. "Wenn sie nur einmal ein Leben retten, hat sich die Investition schon gelohnt", sprach sich Günter Zink (SPD-FWG) für den Erhalt aus. Das Ratsgremium folgte einmütig dieser Ansicht und lehnte den Abbau geschlossen ab.

Markt zahlt 187 000 Euro

Ohne Einwände passierten die Umlagebescheide 2014 für Schulverband Elfershausen-Langendorf und Verwaltungsgemeinschaft (VG). Der nicht gedeckte Finanzbedarf im Verwaltungshaushalt des Schulverbands beläuft sich auf 300 000 Euro. Davon trägt der Markt rund 187 000 Euro. Von der VG-Verwaltungskostenumlage über 570 000 Euro, die sich nach den Einwohnerzahlen errechnet, übernimmt Elfershausen 346 000 Euro. Hinzu kommen etwa 15 000 Euro Investitionskostenumlage im Vermögenshaushalt, die für eine neue Ausstattung der beiden VG-Büros gedacht sind.
Zu erwarten war der Einspruch der Unteren Naturschutzbehörde gegen die Fällung der Linde am Friedhof in Machtilshausen. Ein Grabbesitzer hatte um die Fällung gebeten, weil die Ruhestätte seiner Angehörigen von Wurzeln nach und nach zerstört werde. Die Behörde machte aber geltend, dass die Linde landschaftsbe-stimmender Bestandteil sei und nicht entfernt werden dürfe.
620 Euro Förderung erhält die Gemeinde von der Unterfränkischen Kulturstiftung für die Restaurierung des 1824 errichteten Hochkreuzes am Sportplatz von Machtilshausen.
Nachzahlen muss die Gemeinde beim Zuschuss der Kirchenstiftung für die Kirchendachsanierung wegen des höheren Kostenvoranschlags von 30 700 Euro. Nach neuer Berechnung muss der Markt weitere 1400 Euro auf die bereits genehmigte Hälfte der Kosten drauflegen.

Infos für Räte per Internet

Elmar Schubert informierte über die Einführung des Rat-Informations-System (RIS), über das die Gemeinderäte ihre Sitzungsprotokolle und weitere Informationen per Internet abrufen können. Das Netzwerk, dessen Einführung durch neue Programme noch einige Monate dauert, wird teilweise auch für die Bürger freigeschaltet.