Um die Trimburg ins rechte Licht zu rücken, ziehen die Gemeinde, die Freunde der Trimburg und der Landkreis an einem Strang. Die jüngste Sanierungsmaßnahme, die Herstellung der verwaisten Südspitze der Festung, wurde in dieser Woche vom Gemeindebauhof fertig gestellt und ist ab dem nächsten Jahr nutzbar. Das Projekt sprach Bürgermeister Neeb mit Kreisbaudirektor Günter Stammwitz ab, der auch die Untere Denkmalschutzbehörde vertritt.

Eine Treppe führt vom Burggraben in das rund sechs Meter tiefer liegende Fort, das Richtung Trimberg zeigt. Bisher vom Grün überwuchert, legte der Bauhof eine rund 30 Quadratmeter große, windgeschützte Fläche an, die eventuell noch mit Pflaster ausgekleidet wird. Sie könnte für zusätzliche Bewirtung und kleine Veranstaltungen genutzt werden.

Die Kosten für das Projekt, das die Gemeinde finanziert, beziffert Neeb auf rund 7000 Euro. Die Freunde der Trimburg erklärten sich bereit, aus Sicherheitsgründen einen Handlauf an der Treppe beizusteuern.

Peter Seufert fragte nach der Funktion des unterhalb des Glasdachs angebrachten Kastens. Er vermutete hinter dem Gerät eine "Ausspäheinrichtung". Neeb klärte auf, dass es sich um eine Installation der Stadtwerke Hammelburg handelt, die damit die schnelle Internet-Verbindung per HAB-Net im Markt sicherstellen. Für den Umsetzer muss Sichtverbindung gegeben sein. Deshalb benötige er eine exponierte Stelle.

Auf Anfrage von Theo Karl, erläuterte der Bürgermeister noch einmal den Flächentausch mit dem Staatsforst, der dem Markt die Möglichkeit geben soll, die Straße zur Trimburg herzustellen. Ein Gutachten über den Tauschwert lässt die Gemeinde derzeit erstellen. Allerdings muss ein zusammenhängendes Jagdgebiet erhalten bleiben, das den Trimberger Jagdpächtern den Vorteil bringt, keine Jagdpacht mehr an den Staatsforst abführen zu müssen.

Freiwilliger gesucht

Für die Pflege des Kriegerdenkmals an der Kirche wird ein Freiwilliger gesucht. Detlef Pfannes, der diese ehrenamtliche Aufgabe seit zwölf Jahren erledigt, legte aus gesundheitlichen Gründen die Pflege nieder bis er "wieder fit ist". Findet sich kein Ersatz, muss der Gemeindebauhof die Sauberhaltung übernehmen.

Über die Anregungen der Ortsbürger befindet der Gemeinderat. So wird eine Beleuchtung des Straßenstücks nach Engenthal geprüft, die Werner Simon vorschlug. Eine Sanierung des Umfelds von zwei bewachsenen Straßenlaternen empfahl Theo Karl. Manfred Morper beklagte die Pferdeäpfel auf dem Rad- und Fußweg nach Elfershausen, die auch als Gartendung Verwendung finden könne, wie Neeb fand. Franz Danz erbot sich, den Bildstock am besagten Straßenstück auf eigene Kosten einer Restaurierung zu unterziehen.

Nach Kritik von Gerhard Hochwimmer aus der Bürgerversammlung 2012, der die Straßensetzungen an der Ausfahrt der Hugo-von Trimberg-Straße in die Bundesstraße bemängelte, gab der Gemeinderat - eine probate Kostenermittlung vorausgesetzt - jetzt "grünes Licht" für eine Ausbesserung. Für eine Veränderung der Tischgruppe an der Saalebrücke, die Karl Pfannes im vorigen Jahr ansprach, sah das Gremium keinen Anlass. Der Anregung von Detlef Pfannes, die Urbanus-Figur an der Brücke zu säubern, ist das Staatliche Bauamt inzwischen nachgekommen.