Der Eichlingsgraben in Frankenbrunn erhält eine neue Brücke. Dies wurde in der Sitzung des Marktgemeinderates Oberthubla entschieden. Das alte Bauwerk war bereits vor Monaten eingebrochen. Zwischenzeitlich hatte man es nur provisorisch befahrbar gemacht. Jetzt wurde der Auftrag für die Erneuerung vergeben. 58 507 Euro soll sie kosten. Die Arbeiten nach der Planung des Ingenieurbüros Wolf (Bad Bocklet) wird die Firma Hell (Bad Kissingen) ausführen.

Für die geplante Sanierung des Kirchendaches erhält die Kirchengemeinde Wittershausen einen Zuschuss der politischen Gemeinde. "Wir wollen mit der Kirche zusammenarbeiten. Deshalb wollen wir auch die Maßnahmen für den Erhalt und die Renovierung der Ortskirche St. Georg finanziell unterstützen", sagte Bürgermeister Gotthard Schlereth (CSU-FW). Wie aus dem Antragsschreiben der Kirchenstiftung hervorgeht, ist das Dach undicht und soll mit Naturschiefer eingedeckt werden, weiter soll ein sicherer Dachzugang geschaffen werden.

Die Kosten bei einer Komplettsanierung (fünf Felder) belaufen sich auf 145 360 Euro. Bei einer Sanierung von Einzelfeldern würde sich die Summe auf 170 000 Euro erhöhen. Die Gemeinde schlägt eine Komplettsanierung vor. Bei der Beteiligung werden nur Kosten berücksichtigt, die zur kommunalen Baulast zählen. Einig war sich das Gremium, 25 Prozent der zuwendungsfähigen Kosten zu übernehmen, die nach dem Verwendungsnachweis mit Vorlage von Rechnungen abgerechnet werden.

Biogasanlage soll entstehen

Einer der Bauanträge, über die die Räte zu entscheiden hatten, betraf die geplante Biogasanlage des Landwirts Klaus Eisenhauer in Hetzlos. In der Nähe seines Anwesens im Bereich "Knauckenrain" will der Antragsteller eine Biogasanlage errichten. Sohn Christian Eisenhauer erläuterte den technischen Aufbau der Anlage und erklärte, dass er so seinen landwirtschaftlichen Betrieb weiterentwickeln wolle. Gearbeitet soll in der neuen Anlage mit Mais, Getreide und Grünpflanzensilage sowie mit Rindergülle, Rinderfestmist, Geflügelmist und -trockenkot sowie Schafmist. Diese Stoffe kommen teils aus nahen landwirtschaftlichen Betrieben.

Angst vor Geruchsbelästigung

Wie Simone Nürnberger vom Bauamt der Gemeinde informiert, sei die Erschließung der Zufahrt noch nicht geregelt. Ferner lägen dem Bauantrag noch keine aussagekräftigen Unterlagen die Emissionen betreffend bei. Ortsbeauftragter Klaus Kunder erklärte: "Unsere Bürger in Hetzlos haben bereits Angst vor Geruchs- und auch Lärmbelästigung, da auch mit mehr Verkehr zum Betrieb gerechnet wird." Eisenhauer erklärte, dass der Hühnermist in Containern angeliefert wird und dass durch die mehrstufige Bauart der Anlage bei der Verarbeitung keine Geruchsbelästigung entstehen werde. Er will, dass die Hetzloser Mitbürger mit einbezogen werden, und schlug die Besichtigung einer solchen Anlage vor.

Insgesamt würden in dieser Anlage im Jahr etwa 6000 Tonnen Mist und Gülle verarbeitet und weitere 3500 Tonnen Silage. Damit würden 1,2 Millionen Kubikmeter Biogas (entspricht 720 000 Liter Erdöl) erzeugt, die in einer Anlage mit zwei Motoren zu Strom umgewandelt würden. Die Abwärme wird im eigenen Hof - im Wohnhaus und für die Getreidetrocknung - verwendet. Sorgen machten sich die Räte, ob die vergärten Stoffe, die nach ihrer Verwendung wieder auf den landwirtschaftlichen Feldern aufgebracht werden, das Grundwasser verschmutzen könnten. Auch das sollte in den Gutachten geklärt werden. Dem Antrag in der jetzigen Form stimmten die Räte nicht zu. Zunächst müssten entsprechende Gutachten abgewartet werden.



Aus dem Gemeinderat


Wahlhelfer Beschlossen wurde das Erfrischungsgeld für die Wahlhelfer bei der Europawahl am 25. Mai in Höhe von 25 Euro. Dies entspricht dem Betrag, der bei den Bundestags- und Landtagswahlen gezahlt worden war.

Bauanträge Gegen eine geplante Lagerhalle von Stefan Keßler im Gewerbegebiet in der Schlimpfhofer Straße hatte der Marktgemeinderat nichts einzuwenden. Der Antrag für die Umwandlung zur Autoreparaturwerkstatt von Thorsten Halbig fand ebenfalls Zustimmung. Gegen die Bauanträge im Wohnhausbereich von Thomas Petsch (Schlimpfhof), Roland Fröhlich (Oberthulba) und Klaus Keßler (Reith) gab es keine Einwände.

Maibaum Am 30. April werden die Maibäume aufgestellt. Bei Bedarf, und nachdem es im Vorjahr zu Problemen gekommen war, können sich die Vereine mit der Gemeinde in Verbindung setzen.