Unter schlechten Witterungsbedingungen litt am Samstag das Motorrad-Geschicklichkeitsturnier auf dem Reinhold-Schmidt-Platz. Jedes Jahr bietet der AMSC die Veranstaltung als willkommene Begegnung der Zweiradfahrer an.

In der Nacht hatten sich die Regenwolken gründlich über Hammelburg entleert. Die Wasserpfützen auf dem Platz waren schon etliche Male beseitigt worden, doch immer noch landeten die Tropfen am späten Vormittag auf dem sorgsam nach Vorgaben des ADAC abgesteckten Platz. Motorrad-Beauftragter Peter Volkamer und Sportleiter Florian Arand wachten genau über die Einhaltung des ADAC-Reglements.

"Freilich geht es auch nach der Zeit", erklärte Arand der Zeitung. Aber noch wichtiger als eine schnelle Fahrt sei die Vermeidung von Fehlerpunkten. Denn der Parcours hatte es in sich: Ein je nach Motorradtyp passend eng gesteckter Slalom war ohne Berührung der Stangen zu durchfahren. Auf der weiteren Fahrt musste der Fahrer einen Gummiring ohne Absteigen aufnehmen und an einem Eisenständer wieder ablegen.

Dann folgten kontrollierte Achterfahrten, enge Gassen, Spurbretter und eine S-Kurve. Ein Ball konnte während der Fahrt auf ein Tor geschossen werden, und ein weiterer Gegenstand zwischen zwei Podesten transportiert werden. Nach dem Durchfahren des 360-Grad-Kreisels musste exakt am Ausgangspunkt wieder angehalten werden.

Eine Menge Möglichkeiten wurden also für den Motorradfahrer geboten, seine Geschicklichkeit zu beweisen. "Der tiefere Sinn dieses Turniers ist, seine Fahrkünste kontrolliert zu beherrschen, was schließlich auch der Sicherheit im öffentlichen Straßenverkehr zugute kommt", erklärte Volkamer. "Mir macht es einfach viel Spaß", war der zwölfjährige David hoch motiviert.

Auf seinem Kleinmotorrad darf er noch nicht auf öffentlichen Straßen fahren. Aber wenn er eines Tages sein Mofa bekommt, ist er fahrtechnisch schon bestens gerüstet. Spaß machte das Turnier auch Leuten über 60 Jahre, die sich fit auf den motorisierten Zweirädern halten wollen. So zum Beispiel Herbert Volkamer auf seiner 125er. Teilnehmen durften aber auch ganz starke Boliden mit 500 Kubik bis hin zu Vespas oder sogar Fahrräder. Doch kamen am Samstag so wenig Teilnehmer, dass nicht alle Wertungsklassen besetzt werden konnten.

"Für das schlechte Wetter können wir nichts", hieß es bei den Veranstaltern des AMSC. Vielmehr war man stolz auf das bisher Erreichte: die Zunahme der Trial-Fahrer von vier auf 14 und auf die drei vereinseigenen Trial-Motorräder. Das entsprechende Übungsgeländes befinde sich derzeit im Aufbau, bestätigte Volkamer. Stolz ist der AMSC auch auf die weiterhin erfolgreiche Kart-Jugend. Acht dieser Fahrer treten Ende des Monats im Endkampf des ADAC-Nordbayern in Scheßlitz an. Sieben Fahrer messen sich am 14. September in Bad Aibling bei der Bayerischen Meisterschaft.