Der neue Geh- und Radweg in der Kissinger Straße begleitet auf 620 Meter Länge parallel die sanierte Zufahrt ab Ledergasse zur Staatsstraße 2291 bis zur Gemarkungsgrenze Albertshausen. Am Maifeiertag wurde dieser Weg feierlich eingeweiht.
Der Geräteraum der Freiwilligen Feuerwehr Oberthulba reichte kaum aus, um die vielen Gäste für die Feier zu beherbergen. Nach Grillwurst und Kuchen gab es den Segen für den neuen Geh- und Radweg von Pfarrer Dr. Blaise Okpanachi draußen an der Einmündung zur Schlimpfhofer Straße. Bürgermeister Gotthard Schlereth (CSU/FWG) und etliche Marktgemeinderäte durchschnitten das symbolische Band, und die Jugend durfte dann in die Pedale ihrer Fahrräder treten.


Wegenetz noch dichter

"Mit der Fertigstellung dieses Geh- und Radweges ist das Wegenetz im Markt Oberthulba und im Landkreis Bad Kissingen wieder etwas dichter geworden", sagte Schlereth. Damit sei auch die Sicherheit der Fußgänger und Radfahrer wesentlich verbessert worden. "Wege sind verbindend für die Menschen und dienen der gesunden Bewegung", so Schlereth weiter. Darüber hinaus sei die ausgezeichnete Verkehrsanbindung für die Fahrzeuge durch die sanierte Kissinger Straße nicht nur gut für das angrenzende Gewerbegebiet, sondern auch für die Feuerwehr, die mittlerweile zu 50 Prozent ihrer Einsätze auf die Rhönautobahn A 7 ausrücke.
Schlereth erinnerte an die beiden Bauabschnitte, die zwischen Juni 2015 und Dezember 2016 fertiggestellt wurden. Von den rund 1,8 Millionen Euro Gesamtkosten für das Projekt von Fahrbahn und Radweg gebe es einen eingeplanten Förderanteil des Freistaates Bayern von 980 000 Euro. Die Schlussabrechnung stehe allerdings noch aus. Das Ingenieurbüro Wolf aus Bad Bocklet habe das Projekt geplant und kompetent begleitet, bestätigte Schlereth. Die Ausfertigung der Bauarbeiten sei in bewährt guter Qualität durch die Untererthaler Firma Stolz erfolgt. Von der Einmündung Ledergasse geht der sanierte Teil der Kissinger Straße zunächst über zwei neue Brücken über die Thulba, die in diesem Bereich vom Volksmund noch Oehrbach genannt wird. Die Länge dieses ersten Bauabschnitts beträgt zwar nur 180 Meter.
Aber mit 943 000 Euro ist dieser kurze Abschnitt wegen der Brücken teurer als der 440 Meter lange zweite Bauabschnitt, der mit 868 000 Euro Kosten angegeben wird. Auch in Letzterem war eine neue Brücke über die Lauter fällig, und zwar ausschließlich für den neuen Geh- und Radweg. Schlereth dankte den vielen Helfern und dem Bauhof der Marktgemeinde für die Begrünung des Ortseingangs. Stellvertretend erwähnte er die Ortsbeauftragte Margot Schottdorf, die Vorsitzende des Vereins für Gartenbau und Landespflege, und deren Stellvertreter Wolfgang Reidelbach. "Sie haben im Gemeinderat oftmals Ihren grünen Daumen für die Ortsbegrünung nach oben gezeigt", so Schlereth. Lob gab es ferner für die Erbauer von Insekten-Hotels.