Die Räte staunten nicht schlecht, als während ihrer Sitzung ein Freiluftballon Kurs auf das Rathaus nahm. Fast sah es so aus, als wollten die in der Luft schwebenden Zaungäste im Dorf landen. Doch dann gaben die Ballonfahrer Gas - bzw. ihrem Ballon Feuer - und stiegen wieder auf.


Kanalarbeiten geplant

Das Hochwasser vor kurzem in Schwärzelbach war jetzt der aktuelle Anlass, über Gegenmaßnahmen gleich in mehreren gefährdeten Ortsteilen nachzudenken. Bürgermeister Jürgen Karle: "Der Oberflächenkanal in der Karl-Hereth-Straße (Schwärzelbach) ist zu klein und mittlerweile defekt". So sollen Baumaßnahmen im kommenden Jahr diesen Kanal in einer größeren Dimension als bisher ersetzen, und der Graben im Baugebiet Urles soll erweitert werden.
Das grüne Licht der Räte gab es auch für die Herstellung des Oberflächenkanals in der Straßenquerung Müllersweg (Dittlofsroda) und für einen Entwässerungsgraben am Schafberg (Wartmannsroth) entlang der Anwesen Nummer 20 und 22. Die Räte waren sich ebenfalls darüber einig, dass die Gemeinde mit regelmäßigen Pflegearbeiten das staatliche Entwässerungs-Grabensysten an der Staatsstraße nahe der Parkbucht und dem Gewerbegebiet Limpelbach unterstützen soll.
Mit einem Abstimmergebnis von 3:11 wurde der Antrag der Windheimer Vereinsgemeinschaft (Freiwillige Feuerwehr, Klingenthaler Musikanten, Sängerlust Windheim) auf Erstattung der Kosten für die Theke im dortigen Feuerwehrhaus abgelehnt.


Später Antrag

"Dieser Antrag kommt recht spät", wies Karle auf den Zeitraum von vier Jahren seit der Anschaffung hin. Herbert Aul machte darauf aufmerksam, dass die Kosten in Höhe von rund 11 000 Euro seinerzeit über eine Darlehens- und Getränkebezugs-Vereinbarung mit einer Brauerei finanziert wurden.
Im Vorfeld der Entscheidung gab es unter den Räten erheblichen Bedarf an Grundsatzdebatten über das gemeindliche Förderwesen und die Unterhaltspflicht der Gemeinde für Immobilien bzw. mobile Einrichtungen. Grundsätzliche Gedanken machten sich die Räte auch über das Thema "Einbeziehungssatzung für den Außenbereich". Anlass hierzu war eine Voranfrage, die den Bau einer Werkhalle im Bereich Aspenbusch betraf und der jetzt knapp mit 7:6 Stimmen zugestimmt wurde. Karle: "Langfristig gesehen bringt es nichts, wenn Stück für Stück die Bebauung am Ortsrand unkontrolliert erweitert wird." Dann gleiche das Ortsbild einem unregelmäßigen Zackenstern. "Früher wurde es Ortsabrundung genannt", erinnerte Verwaltungsleiter Daniel Görke.


Beitritt beschlossen

Einig waren sich die Räte über den Beitritt der Gemeinde Wartmannsroth zum "Freundeskreis Lesezeichen" der Stadt Hammelburg. Auf den Jahresbeitrag der Mitgliedschaft in Höhe von 30 Euro sattelten sie weitere 970 Euro drauf, so dass ein glatter Tausender an die Bibliothek überwiesen wird. Als einmalige Spende geht ein weiterer Tausender an die Hammelburger Tafel zur Unterstützung. Karle stellte fest, dass dort auch hilfsbedürftige Anwohner aus Wartmannsroth versorgt würden.